Silberner AMD-Ryzen-Prozessor in Detailansicht mit sichtbarem AMD-Ryzen-Logo.
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AMD und Intel: Neue CPUs könnten teurer werden

Von Alex 3 Min. Lesezeit

AMD könnte höhere Fertigungskosten an Kunden weitergeben. Auch bei Intel steht laut einem Bericht ein Preisanstieg im Raum.

Wer in nächster Zeit einen Gaming-PC aufrüsten will, sollte besonders bei Prozessoren auf die Preise achten. AMD hat klar gesagt, dass steigende Kosten bei der Chipfertigung an Kunden weitergegeben werden können. Bei Intel steht laut einem Branchenbericht ebenfalls eine Erhöhung im Raum.

Das bedeutet noch nicht, dass jeder Ryzen- oder Intel-Prozessor sofort teurer wird. Es zeigt aber, warum neue CPU-Generationen in den nächsten Jahren weniger oft zu günstigen Startpreisen erscheinen könnten.

AMD nennt den wichtigsten Grund

AMDs Finanzchefin Jean Hu sprach auf einer Investorenkonferenz über teurere Wafer. Das sind die Siliziumscheiben, aus denen später Chips gefertigt werden. Steigen diese Kosten, will AMD sie nach eigener Aussage in den Preisen seiner Produkte weiterreichen.

Wichtig ist die Einschränkung: Die Aussage fiel im Zusammenhang mit dem Servergeschäft. AMD hat damit keine allgemeine Preiserhöhung für alle Ryzen-Prozessoren angekündigt. Trotzdem ist die Richtung ziemlich klar. Wenn die Fertigung teurer wird, sollen Käufer diesen Anstieg am Ende mittragen.

Besonders relevant dürfte das bei kommenden Chips sein, die in sehr modernen Verfahren produziert werden. AMD lässt viele aktuelle Prozessoren bei TSMC fertigen, wo die Preise zuletzt gestiegen sind. Für neue Fertigungen wie N2 und N3 werden höhere Kosten erwartet. Ryzen-Modelle, die erst 2027 erscheinen, könnten deshalb deutlich weniger nach Schnäppchen aussehen.

Für dich heißt das vor allem: Nicht jede teure CPU ist automatisch ein schlechter Deal. Aber beim Vergleich neuer Hardware lohnt es sich noch mehr, auf Leistung, Preis und den eigenen Bedarf zu schauen. Ein kleiner Sprung bei der Geschwindigkeit muss nicht jeden Aufpreis wert sein.

Auch Intel soll an höheren Preisen arbeiten

Bei Intel geht es bisher nicht um eine offizielle Ankündigung. Die taiwanische Branchenzeitung DigiTimes berichtet jedoch, dass der Hersteller seine Preise im Oktober um ungefähr zehn Prozent erhöhen will. Kleinere Prozessoren mit niedriger Gewinnspanne könnten außerdem früher aus dem Sortiment verschwinden.

Intel hat seine Fertigung für Serverprodukte zuletzt ausgeweitet, kann die Nachfrage aber offenbar nicht überall vollständig erfüllen. Höhere Preise wären für das Unternehmen eine Möglichkeit, mit dieser Lage mehr zu verdienen. Nach den Berichten legte auch die Intel-Aktie zu.

Konsolen bleiben eine offene Frage

Die Aussagen von AMD haben auch Diskussionen über PlayStation, Xbox und Nintendo ausgelöst, weil AMD Chips für Konsolen liefert. Daraus lässt sich aber noch keine neue Preisrunde für Konsolen ableiten.

Konsolen bestehen aus vielen Bauteilen, und AMD hat keine konkreten Folgen für seine Konsolen-Chips genannt. Ebenso gibt es keine bestätigte Verbindung zu Preisen kommender Geräte wie einer möglichen PS6. Für PC-Spieler ist die Nachricht im Moment viel direkter: Wer auf eine neue CPU-Generation wartet, sollte damit rechnen, dass moderne Fertigung nicht billiger wird.

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