Embark verschärft die Regeln gegen Cheating in ARC Raiders deutlich. Für bekannte Cheat-Programme sollen ab sofort dauerhafte Sperren der Standard sein, auch wenn jemand zum ersten Mal erwischt wird. Verwarnungen oder weitere Chancen sind laut dem Studio nicht mehr vorgesehen.
Das ist für einen Extraction-Shooter besonders wichtig. Wenn einzelne Spieler durch Hilfsprogramme oder Exploits Vorteile bekommen, kann ein Raid für andere schnell sinnlos werden. Embark sagt deshalb klar, dass faires Spielen besser geschützt werden soll, auch wenn Cheating wohl nie komplett verschwinden wird.
Sperren sollen nicht einfach umgangen werden
Die neue Regel trifft nicht nur den direkt auffälligen Account. Embark will auch stärker gegen Verbindungen zu gesperrten Spielkopien vorgehen. War ein Account irgendwann mit einer solchen Kopie verbunden, soll ebenfalls eine permanente Sperre folgen.
Außerdem senkt das Team die Schwelle für Hardware-Sperren. Damit soll es schwerer werden, nach einem Bann einfach mit einem neuen Konto zurückzukehren. Noch im Laufe des Jahres soll ein weiteres System fast alle Rechner erfassen, auf denen Cheat-Software läuft.
Embark setzt schon auf Schutzmaßnahmen auf Kernel-Ebene sowie auf eigene Modelle für maschinelles Lernen. Das hauseigene System Elytra wird derzeit in The Finals getestet und ist auch für ARC Raiders vorgesehen. Wie genau die Systeme arbeiten, verrät das Studio absichtlich nicht. Zu viele technische Details könnten Cheat-Entwicklern sonst helfen, Schutzmaßnahmen schneller zu umgehen.
Gegen Absprachen in Solo-Lobbys gibt es erste Zahlen
Neben klassischen Cheats nimmt Embark auch Queue Teaming ins Visier. Dabei sprechen sich Spieler ab, damit sie gemeinsam in Solo-Lobbys landen. Das verschafft ihnen einen Vorteil gegenüber Leuten, die wirklich allein unterwegs sind.
Seit einigen Tagen sollen neue Erkennungsmethoden solche Gruppen im Matchmaking voneinander trennen. Embark meldet nach fünf Tagen 85 Prozent weniger Spieler mit diesem Verhalten. Die Zahl sabotierter Raids sei von ungefähr einem von 50 auf einen von 300 gefallen, ohne dass die Wartezeiten merklich länger geworden seien.
Das sind erst einmal Angaben des Studios, aber sie zeigen gut, worauf es bei den Maßnahmen ankommt: Nicht nur Konten sperren, sondern unfair abgesprochene Runden schon vor dem Start verhindern. Weitere Details hat Embark in einem Update zum Schutz vor Cheats veröffentlicht.
Das Inhalts-Update Frozen Trail erscheint am 8. Oktober 2026. Es bringt unter anderem eine neue Karte, Flugschiffe und ein neues Belohnungssystem. Für Spieler dürfte aber vor allem zählen, ob die härteren Regeln und die technischen Systeme die Raids wirklich dauerhaft fairer machen.