Geralt von Riva in Rüstung mit Schwertern auf dem Rücken vor einer mittelalterlichen Kulisse mit zwei Rittern.
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CD Projekt RED trennt Crossover-Boni von Spielinhalten

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Geralt zieht als Skin in Diablo 4 ein. CD Projekt RED will solche Aktionen aber nicht nutzen, um Inhalte im eigenen Spiel an einzelne Shops zu binden.

CD Projekt RED will Crossover nicht grundsätzlich ausschließen, zieht bei exklusiven Spielinhalten aber eine klare Grenze. Während Geralt von Riva als Skin für den Barbaren in Diablo 4 auftaucht, soll ein vergleichbarer Diablo-Gegenstand in The Witcher 3 Remastered nicht einfach an einen bestimmten Shop gebunden werden. Für Spieler ist das wichtiger als die Frage, welcher Skin gerade erscheint: Das Studio will, dass die gekaufte Spielversion überall denselben Inhalt bietet.

Der Anlass ist die neue Partnerschaft mit Blizzard. The Witcher 3 Remastered erscheint am 29. September 2026 auch im Battle.net-Store. Wer die Neuauflage dort kauft, erhält den Geralt-Look für den Barbaren in Diablo 4. Zusätzlich sollen Figuren aus dem Anime Cyberpunk: Edgerunners in Overwatch auftauchen.

Ein Bonus außerhalb des Spiels, kein abgetrennter Spielinhalt

Miles Tost, Level Design Lead bei CD Projekt RED, hat erklärt, dass das Studio bisher nicht ernsthaft darüber nachgedacht habe, Diablo-Inhalte direkt in The Witcher 3 unterzubringen. Entscheidend ist dabei nicht nur die konkrete Idee eines Crossover-Gegenstands. CD Projekt RED möchte vermeiden, dass ein Spieler im eigenen Spiel weniger bekommt, nur weil er es in einem anderen Store gekauft hat.

Das macht den Geralt-Skin in Diablo 4 zu einem etwas anderen Fall. Er ist eine Belohnung in Blizzards Spiel und hängt am Kauf im Battle.net-Store. Für The Witcher 3 Remastered selbst soll der Inhalt dadurch aber nicht aufgeteilt werden. Wer die Neuauflage spielt, soll laut Tost die vollständige Version erhalten, unabhängig vom Kaufort.

Das ist eine klare Haltung gegen exklusive Quests, Ausrüstung oder andere Inhalte, die dauerhaft an einzelne Plattformen und Shops gebunden sind. Gerade bei großen Spielen können solche Extras schnell nerven. Dann muss man nicht nur entscheiden, ob man ein Spiel kaufen will, sondern auch, wo man es kaufen muss, um nichts zu verpassen.

Kooperationen sollen trotzdem möglich bleiben

CD Projekt RED hat laut Tost in der Vergangenheit bei Partneraktionen lieber auf physische Extras gesetzt. Als Beispiel nannte er ein exklusives Kartenset für Xbox-Vorbesteller von The Witcher 3. Ein Hoodie oder ein Kartenset verändert nicht, was in der digitalen Spielwelt steckt. Diese Trennung scheint für das Studio der entscheidende Punkt zu sein.

Gleichzeitig ist die Tür für Crossover im eigenen Spiel nicht komplett zu. Tost betonte, dass CD Projekt RED nicht nach einem starren Prinzip arbeite, bei dem eine Entscheidung für immer gilt. Das Team wolle sich auch ansehen, wie Fans auf die neuen Blizzard-Kooperationen reagieren.

Damit bleibt offen, ob Geralt, Cyberpunk oder Diablo irgendwann doch noch stärker miteinander verbunden werden. Falls es dazu kommt, spricht die aktuelle Aussage aber eher dafür, dass solche Inhalte allen Besitzern eines Spiels zur Verfügung stehen müssten und nicht nur Käufern eines bestimmten Shops.

Was beim Remastered-Release wichtig ist

Die Neuauflage erscheint als Update 2.0. Besitzer des Originals sollen sie kostenlos erhalten. Der Geralt-Skin für Diablo 4 ist dagegen an einen Kauf von The Witcher 3 Remastered im Battle.net-Store gebunden.

Für Fans bedeutet das: Der Bonus kann ein netter Zusatz sein, aber er entscheidet nicht darüber, ob die eigene Ausgabe von The Witcher 3 vollständig ist. Genau diese Unterscheidung will CD Projekt RED offenbar bewahren. Wie viele weitere Kooperationen daraus entstehen, hängt laut Studio auch von den Reaktionen der Spieler ab.

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