Der finale Trailer zu Clayface ist da und macht klar: Der kommende DC-Film setzt nicht auf einen kurzen Schreckmoment zwischen Superhelden-Szenen. Zu sehen sind ein entstelltes Gesicht, verrutschende Züge und ein Körper, der sich immer weniger kontrollieren lässt. Die vollständige Monsterform hält der Trailer aber weiter zurück.
Das ist für den Film wahrscheinlich die spannendste Entscheidung. Clayface ist als Batman-Gegner vor allem wegen seiner Verwandlungen bekannt. Statt diese Form schon komplett für Werbung auszubreiten, soll sie offenbar erst im Kino ihre volle Wirkung haben. In Deutschland startet Clayface am 22. Oktober 2026.
Der Trailer zeigt den Verlust der Kontrolle
Im Mittelpunkt steht Matt Hagen, gespielt von Tom Rhys Harries. Er ist ein aufstrebender Schauspieler, dessen Leben nach einem brutalen Angriff zerbricht. Sein Gesicht bleibt entstellt, seine Karriere scheint vorbei.
Dr. Caitlin Bates, dargestellt von Naomi Ackie, bietet ihm eine experimentelle Behandlung an. Sie gibt Hagen zunächst sein früheres Aussehen zurück. Gleichzeitig verändert sie jedoch seinen Geist und seinen Körper. Der Trailer zeigt nicht einfach eine Figur mit neuen Fähigkeiten. Er zeigt, wie Hagen immer stärker die Kontrolle über sich verliert.
Genau darin liegt der Unterschied zu vielen klassischen Comicfilm-Ursprungsgeschichten. Die Verwandlung wirkt hier nicht wie ein Upgrade, das man möglichst schnell ausprobieren möchte. Sie ist mit Schmerzen, Angst und Wut verbunden. Hagens Wunsch nach Rache wird damit direkt an die körperliche Veränderung geknüpft.
Für Zuschauer, die Clayface nur als wandelbaren Batman-Schurken kennen, dürfte das wichtig sein: Der Film erzählt erst den Weg zu dieser Monsterfigur. Die bekannte Gestalt ist also nicht der Startpunkt, sondern das Ergebnis einer Geschichte, in der eine Behandlung immer schlimmere Folgen hat.
Die wichtigste Enthüllung bleibt im Kino
Der finale Trailer spart die fertige Form von Clayface bewusst aus. Das ist kein kleines Detail, denn bei einer Figur, die sich komplett verwandeln kann, wäre genau dieses Design ein großer Teil des Werbematerials. Stattdessen konzentrieren sich die gezeigten Bilder auf einzelne, unangenehme Veränderungen.
Tom Rhys Harries hat die endgültige Kreatur bereits als „verdammt krass“ beschrieben. Mehr verrät der Trailer dazu nicht. Dadurch bleibt offen, wie weit der Film die Verformungen am Ende treibt und ob Clayface eher an seine Comicvorlagen erinnert oder eine eigene Version des Monsters zeigt.
Der Kinostart kurz vor Halloween passt zu dieser Strategie. Der Film soll offensichtlich nicht nur von seinem Platz im DC-Universum leben, sondern auch als Horrorfilm funktionieren. Wer vor allem auf eine weitere leichte Superheldengeschichte hofft, bekommt nach den bisherigen Bildern jedenfalls ein anderes Versprechen.
Das Horror-Team hinter Clayface
Auch die Beteiligten hinter der Kamera zeigen, wohin der Film will. Mike Flanagan und Hossein Amini schrieben das Drehbuch, James Watkins führt Regie. Watkins reagierte auf die Sorge, der Film könnte für ein breiteres Publikum abgeschwächt werden, deutlich: Das Team wolle nicht zahm werden.
In den USA hat Clayface bereits ein R-Rating erhalten. Eine deutsche Freigabe liegt noch nicht vor. Für Fans heißt das nicht automatisch, dass jeder angekündigte Schock auch im fertigen Film genau so ankommt. Bestätigt ist aber: Die Macher wollen die Geschichte um Matt Hagen klar als Body Horror erzählen und nicht bloß als düstere Comic-Action.
Der finale Trailer verkauft deshalb vor allem eine offene Frage: Wie sieht Clayface aus, wenn seine Verwandlung abgeschlossen ist? Die Antwort soll erst im Kinosaal kommen. Gerade weil der Film diese Enthüllung noch schützt, bleibt sie der Punkt, auf den Fans bis Oktober warten müssen.