Eine schwebende Figur mit Hammer kämpft in einer glühenden Umgebung gegen ein großes feuriges Wesen.
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Control Resonant setzt auf Orientierung ohne Markierungen

Von Sven 2 Min. Lesezeit

Control Resonant verzichtet auf auffällige Wegmarkierungen. Remedy will, dass du Wege selbst findest, statt nur Symbolen zu folgen.

Remedy verzichtet in Control Resonant bewusst auf auffällige Markierungen, die etwa Leitern, Türen oder Beute sofort als wichtig kennzeichnen. Stattdessen soll die Spielwelt selbst zeigen, wohin ein Blick oder ein möglicher Weg führen könnte. Game Director Mikael Kasurinen beschreibt das als zentrale Entscheidung für das neue Spiel.

Für Spieler ist das mehr als eine kleine Design-Frage. Control Resonant führt Dylan Faden durch offenere, paranormal veränderte Bereiche von New York. Wenn dort nicht jede Kante und jeder Einstieg deutlich hervorgehoben wird, muss man genauer auf Räume, Licht und ungewöhnlich platzierte Objekte achten.

Die Umgebung soll Hinweise geben

Kasurinen erklärt, dass Spieler Lösungen selbst entdecken sollen. Das Team will also nicht einfach auf jede mögliche Route zeigen. Orientierung soll laut ihm durch Architektur, Lichtstimmungen, Schatten und die Anordnung von Gegenständen entstehen.

Das kann gut zu einer Welt passen, die bewusst seltsam und schwer einzuschätzen sein soll. Ein auffälliger Marker würde zwar schnell erklären, wo es weitergeht. Er könnte aber auch den Moment kaputtmachen, in dem man selbst eine versteckte Verbindung oder den nächsten Weg entdeckt.

Kasurinen hat seine Sicht im Dropping-Frames-Podcast genauer erklärt. Für Remedy gehört dieses eigene Herausfinden offenbar direkt zum Spielspaß: Eine Entscheidung fühlt sich nur dann wirklich nach der eigenen an, wenn das Spiel sie nicht schon vorher vorgibt.

Mehr Freiheit kann auch anstrengender sein

Der Ansatz hat natürlich eine Kehrseite. Wer von modernen Actionspielen klare Hinweise gewohnt ist, könnte in den ersten Stunden länger suchen oder unsicher sein, ob ein Weg überhaupt weiterführt. Remedy weiß laut Kasurinen, dass das einige Spieler abschrecken kann.

Genau dieses Risiko nimmt das Studio aber in Kauf. Control Resonant soll nicht nur eine Reihe klar markierter Aufgaben sein. Spieler sollen überlegen, welche Ecke noch offen ist und ob sie etwas übersehen haben. Das macht Erkundung wichtiger, verlangt aber auch mehr Aufmerksamkeit.

Spannend ist vor allem, ob die Hinweise der Welt zuverlässig genug sind. Wenn Licht, Räume und Objekte den Blick wirklich sinnvoll lenken, kann das Suchen sich wie ein eigener Fund anfühlen. Sind die Signale zu unklar, wird aus Freiheit schnell Orientierungslosigkeit. Diese Grenze dürfte für viele Spieler wichtiger sein als die bloße Frage, ob gelbe Farbe an einer Wand zu sehen ist.

Control Resonant ist seit dem 24. September 2026 für PS5, Xbox Series X/S und PC erhältlich. Eine physische Disc-Version soll am 15. Oktober folgen.

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