Pearl Abyss will die BlackSpace Engine offenbar nicht nur für Crimson Desert nutzen. Lead Engineer Jin-hwan Kim erklärt, dass die selbst entwickelte Technik später auch eine Grundlage für weitere Spiele des Studios sein soll. Damit geht es nicht bloß darum, wie gut die offene Welt heute aussieht, sondern auch darum, wie frei Pearl Abyss bei künftigen Projekten bleiben möchte.
Für Crimson Desert setzte das Studio bewusst nicht auf eine kommerzielle Engine wie Unreal Engine 5. Kim nennt dafür vor allem einen Punkt: Pearl Abyss möchte wichtige Technik selbst steuern, statt bei neuen Funktionen oder Anpassungen auf die Pläne eines externen Anbieters angewiesen zu sein.
Warum die eigene Engine für Pearl Abyss wichtig ist
Kommerzielle Engines bringen viele fertige Werkzeuge mit. Das kann Entwicklung erleichtern, doch Kim sieht auch eine mögliche Bremse: Wenn eine Funktion erst mit einem Update der Engine verfügbar wird, kann das den eigenen Zeitplan durcheinanderbringen.
Mit der BlackSpace Engine kann Pearl Abyss Änderungen gezielter an das anpassen, was Crimson Desert gerade braucht. Das ist besonders bei einer großen offenen Welt wichtig, weil Technik, Weltgestaltung und neue Spielideen eng zusammenhängen. Das Studio kann Funktionen also intern planen und umsetzen, ohne auf eine fremde Entwicklungsroute warten zu müssen.
Ganz neu ist dieser Ansatz bei Pearl Abyss nicht. Schon die Technik hinter Black Desert entstand intern. Diese ältere Grundlage war allerdings stark auf ein Online-Rollenspiel zugeschnitten und deshalb offenbar nicht besonders leicht auf andere Genres übertragbar.
BlackSpace Engine soll mehr als Open Worlds können
Genau diese Begrenzung soll die BlackSpace Engine vermeiden. Laut Kim wurde sie flexibler geplant, damit sie nach Crimson Desert weiterverwendet werden kann. Er hält es etwa für möglich, damit später auch Ego- oder Third-Person-Shooter zu entwickeln. Pearl Abyss konzentriert sich derzeit zwar auf Open-World-Spiele, sieht aber keine großen Schwierigkeiten darin, die nötigen Funktionen hinzuzufügen.
Das ist für Fans vor allem deshalb spannend, weil die Engine damit nicht als einmalige Lösung für ein einzelnes Spiel gedacht wäre. Ob daraus wirklich ein Shooter oder ein ganz anderes Projekt entsteht, sagt Pearl Abyss noch nicht. Klar ist nur: Das Studio baut seine Technik so, dass sie künftig nicht wieder an ein einziges Genre gebunden sein soll.
Währenddessen arbeitet Pearl Abyss weiter an Crimson Desert. Der DLC Charting the Unknown soll am 15. Oktober 2026 erscheinen und maritime Inhalte wie Unterwasser-Erkundung und Seeschlachten hinzufügen. Außerdem ist eine Version für Switch 2 in Arbeit. Das Update 2.03 behebt unter anderem einen Fehler bei Pferderennen und bringt weitere Verbesserungen für den Spielkomfort.