Ein junger Mann mit Narbe und langen Haaren blickt ernst in die Kamera, hinter ihm ist ein rustikales Dorf zu sehen.
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Dawnwalker: Warum Rebel Wolves bei 160 Leuten bleiben will

Von Sven 2 Min. Lesezeit

Rebel Wolves entwickelte The Blood of Dawnwalker mit rund 40 Millionen US-Dollar. Noch spannender ist, warum das Team trotz anderer Pläne auf 160 Leute anwuchs.

Rebel Wolves hat für The Blood of Dawnwalker nach eigenen Angaben rund 40 Millionen US-Dollar Entwicklungsbudget erhalten. Für ein großes Action-Rollenspiel ist das deutlich weniger als bei vielen besonders teuren Produktionen. Trotzdem verkaufte sich das Spiel in den ersten zwei Tagen mehr als eine Million Mal.

Spannend ist dabei nicht nur die Summe. Der Bericht zeigt auch, wie sehr sich der ursprüngliche Plan des Studios während der Entwicklung verändert hat: Aus einem bewusst klein gedachten Team wurde bis zum Release eine Mannschaft von rund 160 Personen.

Ein kleines Studio wurde schnell größer

Konrad Tomaszkiewicz gründete Rebel Wolves Ende 2021, nachdem er CD Projekt RED verlassen hatte. Sein Plan war ein Studio, in dem er nah an der eigentlichen Entwicklung bleiben kann, statt nur Aufgaben zu verwalten.

Nach ersten Prototypen stieg NetEase ein und stellte rund 40 Millionen US-Dollar für die Entwicklung bereit. Eigentlich sollte Rebel Wolves maximal 90 Entwickler beschäftigen. Dann kamen externe Kräfte dazu, die später fest übernommen wurden. So wuchs das Team deutlich stärker als geplant.

Das ist wichtig, weil bei großen Spielen nicht nur die Technik und die Inhalte wachsen. Auch ein Team kann plötzlich größer werden, wenn mehr Arbeit anfällt als anfangs erwartet. Genau das passierte offenbar bei Dawnwalker.

160 Leute sollen jetzt die feste Größe sein

Tomaszkiewicz sieht die aktuelle Teamgröße trotzdem nicht als Übergangslösung. Rebel Wolves will bei ungefähr 160 Mitarbeitenden bleiben. Für den Gründer ist das offenbar der Punkt, an dem er weiterhin mit dem ganzen Team sprechen und selbst als Entwickler arbeiten kann.

Das klingt erst einmal nach einer internen Studiofrage. Für das nächste Spiel kann es aber ziemlich wichtig werden. Rebel Wolves startet nicht mit dem Ziel, immer größer zu werden, sondern möchte die Größe halten und beim Nachfolger mehr Zeit einplanen. Ob das klappt, wird sich erst zeigen. Klar ist aber: Das Studio will nicht einfach versuchen, mit riesigen Teams und noch höheren Budgets mitzuhalten.

Warum das für Rollenspiel-Fans interessant ist

The Blood of Dawnwalker ist seit dem 3. September 2026 für PS5, Xbox Series X/S und PC erhältlich. Der schnelle Verkaufsstart gibt Rebel Wolves jedenfalls mehr Sicherheit für ein weiteres Projekt.

Die 40 Millionen Dollar sind kein Beweis dafür, dass kleinere Budgets automatisch bessere Spiele machen. Sie zeigen aber, dass ein neues Studio mit klarer Teamgröße und einem kontrollierten Rahmen einen starken Start hinlegen kann. Gerade bei Rollenspielen, deren Entwicklung leicht immer größer wird, ist das ein Ansatz, den man im Blick behalten sollte. Mehr Hintergründe zur Finanzierung und Studioentwicklung stehen im Bericht von Bloomberg.

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