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Death Stranding 2: Warum die Verkaufszahlen jetzt wichtig sind

Von Alex 3 Min. Lesezeit

Sony nennt keinen Grund für das Ende der Publisher-Zusammenarbeit bei Physint. Analysten verweisen auf geschätzte Verkäufe und hohe Kosten von Death Stranding 2, doch offizielle Zahlen fehlen.

Sony soll bei Physint nicht länger als Publisher an Bord sein. Einen offiziellen Grund dafür haben weder PlayStation Studios noch Hideo Kojima genannt. Zwei Branchenanalysten sehen jedoch einen möglichen Zusammenhang mit den Verkäufen von Death Stranding 2.

Das ist für Fans vor allem deshalb wichtig, weil sich aus den verfügbaren Zahlen kein endgültiges Urteil ableiten lässt. Gerade die fehlenden offiziellen Verkaufsdaten machen die Diskussion um den Nachfolger und Kojima Productions komplizierter, als es die ersten Schlagzeilen vermuten lassen.

Die wichtigste Zahl ist nur eine Schätzung

Alinea Analytics schätzt die Verkäufe von Death Stranding 2 auf rund 2,5 Millionen Exemplare. Bestätigt ist diese Zahl nicht. Sony und Kojima Productions haben bisher keine eigenen Verkaufszahlen zum zweiten Teil veröffentlicht.

Zum Vergleich gibt es beim ersten Death Stranding mehr Angaben. Bis März 2021 wurden fünf Millionen Einheiten verkauft. Vier Jahre später lag die Zahl der erreichten Spieler bei 20 Millionen. Darin stecken aber auch Zugriffe über Xbox Game Pass und kostenlose Aktionen im Epic Games Store. Diese Reichweite darf man also nicht einfach mit Verkäufen gleichsetzen.

Kojima Productions nannte im Juli für beide Teile zusammen 27 Millionen Spieler. Das zeigt, dass die Reihe eine große Bekanntheit hat. Es beantwortet aber nicht die Frage, wie viel Geld Death Stranding 2 tatsächlich eingespielt hat oder wie nah es an seinen Kosten liegt.

Der Analyst Serkan Toto von Kantan Games vermutet trotzdem, dass der Abstand zwischen beiden Spielen für Sony entscheidend gewesen sein könnte. Seiner Einschätzung nach bringen Kojima-Spiele einer Plattform auch Aufmerksamkeit und Image, nicht nur direkte Verkäufe. Seine vollständige Aussage steht in seinem Beitrag auf X.

Hohe Kosten verändern den Blick auf Erfolg

Der zweite Punkt sind die geschätzten Budgets. Rhys Elliot von Alinea Analytics rechnet beim ersten Teil mit etwa 100 Millionen Dollar Produktionskosten. Für Death Stranding 2 setzt er 150 bis 200 Millionen Dollar an. Auch diese Angaben sind keine offiziellen Zahlen, zeigen aber, warum ein Nachfolger mehr verkaufen muss als ein kleineres Spiel.

Elliot geht davon aus, dass sich die Reihe insgesamt nur knapp amortisiert haben könnte. Das ist eine Deutung auf Basis seiner Berechnungen, keine bestätigte Bilanz von Sony oder Kojima Productions. Trotzdem passt sie zu einer Lage, in der große Projekte für Publisher riskanter werden: Steigende Kosten lassen selbst solide Verkäufe schnell weniger stark aussehen.

Alineas aktuelle Daten deuten außerdem darauf hin, dass die Verkäufe von Death Stranding 2 inzwischen deutlich langsamer laufen. Selbst Rabatte sollen daran wenig geändert haben. Ob das allein Sonys Entscheidung bei Physint erklärt, ist offen. Zwischen Verkaufsentwicklung, Vertragsverhandlungen und der Planung eines neuen Projekts können viele Dinge eine Rolle spielen.

Physint bleibt ein großes Projekt, aber mit neuem Umfeld

Laut den Analysten übernimmt nun Microsoft das finanzielle Risiko rund um Physint. Das Spiel ist noch einige Jahre entfernt und wird als mögliches Prestigeprojekt für Microsofts nächste Konsole Helix gesehen. Gerade deshalb dürfte der Wechsel für beide Seiten mehr sein als nur ein anderer Name auf dem Publisher-Logo.

Für Kojima-Fans heißt das nicht automatisch, dass Physint kleiner wird oder sich in eine bestimmte Richtung verändern muss. Dazu gibt es keine bestätigten Informationen. Klar ist nur: Die Debatte dreht sich gerade weniger um kreative Ideen als um die Frage, welche Projekte bei hohen Budgets noch als sicher genug gelten.

Bei Death Stranding 2 fehlen dafür ausgerechnet die Zahlen, die eine klare Antwort geben würden. Bis Sony oder Kojima Productions selbst genauer werden, bleiben die Verkaufswerte und ihre mögliche Wirkung auf Physint vor allem eine plausible, aber unbestätigte Erklärung.

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