Blizzard hat Diablo 5 auf der BlizzCon 2026 angekündigt. Das Action-Rollenspiel soll 2029 für PC und Konsolen erscheinen. Besonders auffällig ist ein Plan, der für Fans von Charakter-Builds wichtiger sein könnte als die bloße Ankündigung: Zum Start soll Diablo 5 mehr Klassen bieten als jeder bisherige Serienteil.
Bestätigt sind bisher der Mönch, der Dämonenjäger und der Pestritter. Letzterer ist eine neue, schwer gepanzerte Klasse. Gleichzeitig will Blizzard bekannte Klassen nicht einfach unverändert zurückbringen. Sie sollen sich vertraut anfühlen, aber anders funktionieren als in früheren Spielen.
Mehr Auswahl soll nicht nur eine lange Liste sein
Game Director Joe Shely sagt, Diablo 5 werde zum Launch sogar mehr Klassen enthalten, als die Reihe insgesamt bislang kannte. Eine konkrete Zahl nannte Blizzard nicht. Aus der Aussage lässt sich aber ableiten, dass die Auswahl deutlich größer werden soll als bisher.
Das ist vor allem für Spieler spannend, die Diablo nicht nur einmal durchspielen wollen. Mehr Klassen bedeuten mehr mögliche Starts, andere Waffen und vermutlich auch mehr unterschiedliche Wege, Kämpfe anzugehen. Entscheidend wird aber sein, ob sich diese Klassen wirklich klar voneinander unterscheiden.
Beim Dämonenjäger zeigt Blizzard schon, in welche Richtung es gehen soll. Die Klasse soll weiterhin mit zwei Armbrüsten verbunden sein. Wer sie aus früheren Teilen kennt, soll also etwas wiedererkennen. Trotzdem soll sie sich in Diablo 5 anders spielen. Der bekannte Name allein wäre damit nicht der Grund, sie erneut auszuprobieren.
Der Pestritter steht für die andere Seite dieses Plans. Mit neuen Klassen kann Blizzard Ideen einbauen, die nicht an frühere Erwartungen gebunden sind. Gerade die Mischung aus Rückkehrern und Neulingen könnte verhindern, dass eine große Klassenliste nur wie Fanservice wirkt.
Blizzard will früh mit der Community sprechen
Die Ankündigung kommt ungewöhnlich früh, schließlich liegt der geplante Release erst 2029. Produzent Matt Zitterman begründet das damit, dass Diablo 5 enger mit der Community entstehen soll. Ab dem kommenden Jahr möchte Blizzard regelmäßig neue Informationen und Eindrücke zeigen.
Dieses Feedback soll laut dem Team tatsächlich in die Entwicklung einfließen. Das ist bei einem Spiel mit vielen Klassen besonders wichtig. Spieler können früh sagen, welche bekannten Archetypen sie vermissen, welche neuen Ideen interessant wirken und wo Klassen vielleicht zu ähnlich aussehen.
Natürlich ersetzt eine frühe Kommunikation noch keine fertigen Systeme. Zu Fähigkeiten, Ausrüstung oder dem genauen Fortschritt der einzelnen Klassen hat Blizzard bisher nichts verraten. Aber die Richtung ist klar: Diablo 5 soll nicht nur mehr Auswahl bieten, sondern bekannte Figuren und neue Konzepte nebeneinander funktionieren lassen.
Eine Welt nach Diablos Sieg
Auch zum Setting gibt es bereits eine erste klare Ansage. Diablo hat gewonnen, und Sanktuario ist ins Chaos gestürzt. Das passt zu dem düsteren Bild, das Blizzard mit der Enthüllung zeigt.
Bis 2029 bleibt viel Zeit, und viele Fragen sind offen. Für den Moment ist vor allem der Klassenplan interessant: Blizzard setzt früh auf Vielfalt und möchte Fans bei der Entwicklung mitreden lassen. Ob daraus am Ende Klassen entstehen, die sich alle lohnen, wird für Diablo 5 wichtiger sein als die Anzahl allein.