Silhouetten von Dämonen und Kriegern in einer feurigen, apokalyptischen Szene. Ein gehörntes Wesen kämpft, während eine Gestalt im Umhang zusieht.
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Diablo 5: Die Karawane soll den Stadtbesuch ersetzen

Von Sven 3 Min. Lesezeit

Diablo 5 ersetzt Städte durch eine Karawane. Sie soll ein mobiler Schutzpunkt sein und Gefolgsleute mit eigenen Persönlichkeiten ins Spiel bringen.

Diablo 5 soll keine Städte und keine sicheren Zufluchtsorte haben. Stattdessen begleitet eine Karawane die Spieler durch das zerstörte Sanktuario. Sie dient als mobiler Schutzpunkt und soll zugleich mehr Gespräche und ein Gefühl von Zusammenhalt in das Action-Rollenspiel bringen.

Das ist mehr als nur ein anderer Ort für Händler oder kurze Pausen. Wenn die Welt laut Blizzard vollständig im Chaos versinkt, gibt es keinen festen Platz, an den man dauerhaft zurückkehrt. Die Karawane reist mit. Dadurch könnte sie viel stärker Teil der Reise werden als eine gewöhnliche Stadt zwischen zwei Dungeons.

Ein Lager, das nicht am selben Ort bleibt

Jennifer Hepler, Narrative Director von Diablo 5, beschreibt die Karawane als Verbindung zwischen dem schnellen Action-Rollenspiel und klassischen Rollenspielen. Sie arbeitete zuvor an Dragon Age: Origins, Dragon Age 2 und Dragon Age: Inquisition.

In der Karawane sollen Gefolgsleute leben, mit denen man interagieren kann. Blizzard vergleicht die Idee mit einem Lagerplatz aus Baldur’s Gate oder Dragon Age. Wichtig ist aber der Unterschied: Diese Figuren werden keine vollwertigen Gruppenmitglieder wie in Dragon Age. Ihre Fähigkeiten lassen sich nicht aufleveln, und auch Ausrüstung oder Kleidung können Spieler ihnen nicht geben.

Trotzdem sollen die Gefolgsleute eigene Persönlichkeiten haben. Das kann für Diablo ziemlich spannend werden. In vielen Action-Rollenspielen sind die Wege zwischen Kämpfen vor allem Zeit zum Laufen und Beute sortieren. Wenn die Begleiter unterwegs auf die Welt und die Geschichte reagieren, bekommt die Reise einen festen sozialen Mittelpunkt.

Weniger Sicherheit passt zur Geschichte

Die Entscheidung gegen Städte hängt direkt mit der Ausgangslage von Diablo 5 zusammen. Diablo hat gewonnen, und Sanktuario ist ins Chaos gestürzt. Eine mobile Karawane passt deshalb besser zu einer Welt, in der selbst sichere Orte offenbar nicht mehr selbstverständlich sind.

Für Spieler könnte das auch die Stimmung zwischen den Kämpfen verändern. Statt immer wieder in eine vertraute Stadt zurückzukehren, bleibt die Gruppe auf der Flucht beziehungsweise in Bewegung. Ob die Karawane dadurch nur als Menü-Ort funktioniert oder tatsächlich oft in der Handlung vorkommt, hat Blizzard bisher nicht genauer erklärt.

Updates sollen schon lange vor dem Release starten

Diablo 5 ist für 2029 geplant. Bereits ab 2027 will Blizzard regelmäßig neue Informationen und Eindrücke zum Spiel veröffentlichen. Das Team möchte Rückmeldungen aus der Community früh sammeln und für die weitere Entwicklung nutzen.

Gerade beim Karawanensystem dürfte das wichtig sein. Die Grundidee ist klar: Diablo 5 will keine klassischen Städte bieten, sondern einen kleinen, reisenden Ort mit bekannten Figuren. Wie viele Gespräche, Aufgaben und Entscheidungen daraus am Ende entstehen, ist noch offen. Genau daran wird sich aber zeigen, ob die Karawane wirklich mehr ist als ein sicherer Platz zwischen zwei Monsterhorden.

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