Blizzard hat Diablo 5 für das Frühjahr 2029 angekündigt. Der neue Teil beginnt diesmal nicht mit dem Versuch, Sanktuario vor Diablo zu retten: Der Herr des Schreckens hat bereits gewonnen. Spieler betreten also eine Welt, die schon unter seiner Kontrolle steht.
Das ist mehr als nur ein düsterer Anfang für die Geschichte. Diablo soll nicht erst am Ende auftauchen, sondern die ganze Reise bestimmen. Blizzard beschreibt Sanktuario als zerstört, und genau daraus soll der Konflikt entstehen: Was kann man noch retten, wenn die Niederlage schon passiert ist?
Westmarch soll sich nicht sicher anfühlen
Als erster bekannter Ort kehrt Westmarch zurück. Die Stadt ist laut dem Team zu einem Außenposten der Hölle geworden. Viele Menschen hätten sich Diablo unterworfen oder seien Kultisten geworden. Dazu kommen die Dread Commanders, die offenbar mit der Macht der Herzöge der Hölle kämpfen.
Spannend ist vor allem, wie Blizzard diese kaputte Welt spielbar halten will. Dungeons und Oberwelt sollen wieder prozedural erzeugt werden. Wer eine Gegend später erneut besucht, soll deshalb nicht einfach bekannte Wege ablaufen können. Andere Pfade, veränderte Gegnergruppen oder neue Elite-Gegner können dafür sorgen, dass selbst vertraute Orte unsicher bleiben.
Das passt gut zu einer Welt, die nicht mehr den Spielern gehört. Erkundung wird dadurch weniger zu einer festen Route und mehr zu etwas, das man jedes Mal neu prüfen muss. Ob das auch langfristig motiviert, hängt natürlich davon ab, wie abwechslungsreich diese Veränderungen am Ende ausfallen.
Drei Klassen sind schon bekannt
Zum Start hat Blizzard mehr Klassen versprochen als jeder frühere Teil der Reihe. Bestätigt sind bisher der Dämonenjäger, der Mönch und der neue Plague Knight.
Der Plague Knight trägt schwere Rüstung, verbreitet Krankheiten und kann sie anschließend aufnehmen, um stärker zu werden. Das klingt nach einer Klasse, die nicht nur direkt zuschlägt, sondern Zustände vorbereiten und im richtigen Moment ausnutzen will. Wie genau sich das im Kampf spielt, hat Blizzard noch nicht gezeigt.
Auch bei der Ausrüstung ist vieles noch früh. Sets sollen zurückkommen, außerdem sind Gegenstände geplant, die mehrere Inventarplätze belegen. Für die Bedienung mit Controller versprach das Team passende Lösungen, konkrete Beispiele gab es aber noch nicht. Ein neuer Schatzgoblin namens Zarg wurde ebenfalls erwähnt, wobei Name und Details offenbar noch nicht endgültig sind.
Blizzard will früh über die Entwicklung sprechen
Die Ankündigung kommt ungewöhnlich weit vor dem geplanten Release. Blizzard will ab 2027 regelmäßig über den Entwicklungsstand informieren und Rückmeldungen aus der Community früh einbeziehen.
Für Fans ist das vor allem ein Zeichen, dass Diablo 5 noch lange nicht fertig geplant ist. Die Richtung ist aber klar: Diablo steht im Zentrum, Westmarch wird zur feindlichen Ruine, und selbst bekannte Gebiete sollen nicht dauerhaft berechenbar sein. Bis zum Frühjahr 2029 bleibt genug Zeit für viele offene Fragen, besonders zu den weiteren Klassen, den Items und dem Aufbau der Welt.