Eine brennende Stadt im Chaos, über der Flammen den Himmel erhellen, während sich im Vordergrund eine dunkle Horde nähert.
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Diablo 5: Warum starke Konkurrenz dem Genre helfen kann

Von Sven 3 Min. Lesezeit

Diablo 5 soll im Frühjahr 2029 erscheinen. Path-of-Exile-Mitbegründer Chris Wilson hofft auf einen starken Konkurrenten, kritisiert aber den Umgang mit Diablo 4 deutlich.

Blizzard hat auf der BlizzCon Diablo 5 angekündigt und peilt derzeit das Frühjahr 2029 an. Für Chris Wilson, Mitbegründer von Grinding Gear Games und Mitschöpfer von Path of Exile, ist das vor allem eine wichtige Nachricht für das ganze Action-Rollenspiel-Genre. Er hofft ausdrücklich auf ein gutes neues Diablo, obwohl die Reihe mit Spielen konkurriert, die ihm selbst viel bedeuten.

Das klingt erst einmal ungewöhnlich. Aber Wilsons Gedanke ist einfach: Wenn mehrere starke Action-Rollenspiele erscheinen, profitieren nicht nur einzelne Reihen. Studios müssen sich mehr anstrengen, neue Ideen ausprobieren und auf die Wünsche ihrer Spieler hören.

Gute Konkurrenz kann allen helfen

Wilson erzählt, dass ihn besonders Diablo 2 geprägt habe. Jahre später entwickelte er mit Freunden Path of Exile, weil sie selbst wieder ein großes Action-Rollenspiel spielen wollten. Deshalb sieht er in Diablo nicht bloß einen Konkurrenten, sondern eine Reihe, die für das Genre viel auslösen kann.

Seine Hoffnung auf Diablo 5 ist also keine freundliche Floskel. Wilson erwartet, dass Konkurrenz neue Ideen fördert. Das ist wichtig, weil Action-Rollenspiele stark davon leben, wie sich Kämpfe, Beute, Charakterausbau und langfristige Ziele zusammen anfühlen. Wenn ein großer Titel bei diesen Punkten überzeugt, müssen andere Spiele nicht automatisch ähnlich werden. Sie müssen aber gute eigene Antworten finden.

Gleichzeitig bleibt Wilson vorsichtig. Er verweist darauf, dass bei Blizzard intern offenbar kurz die Frage im Raum stand, ob die Inhalte von Diablo 5 auch als Erweiterung für Diablo 4 funktionieren könnten. Für ihn kann so eine öffentliche Diskussion das Vertrauen in ein neues Spiel schwächen. Wenn Fans denken, ein Nachfolger hätte ebenso gut ein Zusatzinhalt sein können, wirkt der Neuanfang schnell weniger klar.

Wilson kritisiert das Jubiläums-Event von Diablo 4

Deutlich härter fällt seine Meinung zum Jubiläums-Event von Diablo 4 aus. Dort sollen sämtliche Großen Übel gemeinsam auftreten, außerdem kehrt Deckard Cain zurück. Wilson findet, dass ein solches Event die Hauptgeschichte der Reihe zu locker behandelt.

Sein Problem ist nicht einfach, dass bekannte Figuren wieder auftauchen. Ihn stört vor allem, dass wichtige Gegner und Ereignisse für einen begrenzten Sonderinhalt eingesetzt werden, der nicht eng an die eigentliche Handlung gebunden sei. Bei Deckard Cain verweist er zusätzlich darauf, dass dessen Tod in Diablo 3 Teil der Geschichte war.

Das ist eine Kritik an der Art, wie langfristige Geschichten in laufenden Spielen behandelt werden. Große Rückkehrer können spannend sein. Sie verlieren aber an Wirkung, wenn sie plötzlich zusammen in einem Event stehen und ihre frühere Rolle kaum noch zählt. Wilsons Einschätzung ist dabei seine persönliche Meinung, keine Bestätigung über Blizzards weitere Pläne.

Diablo 4 bekommt kleinere Inhalte, Diablo 5 braucht Zeit

Bis zum geplanten Start von Diablo 5 bleibt noch viel Zeit. Große Erweiterungen für Diablo 4 soll es laut den aktuellen Angaben nicht mehr geben. Stattdessen sind kleinere DLCs vorgesehen. Für das nächste Jahr ist ein Charakter-Pack angekündigt, das die Amazone als spielbare Klasse zurückbringen soll.

Damit steht Blizzard vor einer schwierigen Aufgabe: Diablo 4 soll weiter versorgt werden, während Diablo 5 als klarer nächster Schritt aufgebaut wird. Genau hier wird Wilsons Wunsch verständlich. Ein starkes neues Diablo wäre nicht nur für Fans der Reihe wichtig. Es könnte auch dafür sorgen, dass andere Action-Rollenspiele bei ihren eigenen Ideen noch mutiger werden.

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