Mehrere PS4-Spiele-Discs mit Altersfreigaben und PlayStation-Logo liegen teilweise übereinander.
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Disc-Aus bei PlayStation: Kutaragi versteht Fans, bleibt aber klar

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Ken Kutaragi versteht den Frust über Sonys Disc-Aus. Für ihn bleibt der Wechsel zu digitalen Spielen trotzdem der wirtschaftliche Weg.

Ken Kutaragi versteht den Ärger über Sonys Disc-Aus. Der frühere PlayStation-Chef hält den Schritt trotzdem für wirtschaftlich nötig.

Sony will neue Spiele ab Januar 2028 nur noch digital veröffentlichen. Für Fans von Spiele-Discs ist das eine harte Ansage. Kutaragis Reaktion zeigt jetzt ziemlich klar, warum die Diskussion nicht einfach mit „alt gegen neu“ erledigt ist.

Warum sich der Verlust für Fans so groß anfühlt

Für viele Spieler sind Discs mehr als bloße Datenträger. Sie stehen im Regal. Man kann sie sammeln, weitergeben oder gebraucht kaufen. Genau dieses Gefühl verbindet Kutaragi laut seinen Aussagen mit dem Gedanken, ein Spiel wirklich zu besitzen.

Er sagt nicht, dass dieser Frust unbegründet sei. Im Gegenteil: Er kann die Haltung nachvollziehen. Trotzdem vergleicht er die Lage mit vernetzten Geräten wie Smartphones. Dort erwarten viele Menschen keine physischen Medien mehr, obwohl sie ihre Inhalte weiter nutzen wollen.

Das ist ein wichtiger Unterschied. Bei digitalen Spielen geht es für Fans nicht nur darum, ob ein Download bequem ist. Es geht auch darum, was nach dem Kauf tatsächlich in ihrer Hand bleibt.

Sony hat angekündigt, dass der PS Store ab 2028 der einzige Weg für neue Spiele sein soll. Damit fällt für künftige Veröffentlichungen auch der klassische Gebrauchtmarkt weg. Wer gern tauscht oder seine Sammlung aufbaut, merkt die Änderung direkt.

Kutaragi sieht PlayStation als vernetztes Gerät

Kutaragi hält das Festhalten an optischen Datenträgern nach eigener Aussage nicht für wirtschaftlich sinnvoll. Das klingt kühl. Es erklärt aber, warum Sony trotz der heftigen Reaktionen an seinem Kurs festhält.

Er sieht außerdem einen Wandel bei PlayStation selbst. Früher stand die Konsole stärker für das klassische Spielegerät. Heute werde sie offenbar eher als Teil eines Netzwerks für Inhalte betrachtet. Kutaragi nennt dabei auch Leute aus Streaming- und Netzwerkbereichen, die inzwischen bei Sony Interactive Entertainment arbeiten.

Für Spieler ist das kein kleines Detail. Wenn PlayStation vor allem digital und vernetzt gedacht wird, passen Discs weniger gut in diese Richtung. Genau daraus entsteht die Reibung, von der Kutaragi spricht.

Sony kennt die starken Reaktionen offenbar. Finanzchefin Lin Tao hatte bereits erklärt, der digitale Übergang werde entschlossen, aber umsichtig vorangetrieben. Eine Rückkehr zu neuen Disc-Veröffentlichungen zeichnet sich damit nicht ab.

Die eigentliche Frage bleibt deshalb offen: Reicht es Fans, Spiele dauerhaft über einen Account nutzen zu können? Oder gehört eine Disc für sie weiter dazu, wenn sie sagen, dass ein Spiel ihnen wirklich gehört?

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