Discord auf einem Desktop-Monitor und Smartphone neben einem Gamecontroller und zwei stilisierten Figuren.
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Discord startet Altersprüfung: Das ändert sich für Accounts

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Discord ordnet Konten jetzt Altersgruppen zu. Für Teenager gelten neue Grenzen bei Inhalten, Kontakten und Profilen.

Discord hat sein neues System zur Altersprüfung gestartet. Accounts werden dabei automatisch als erwachsen, jugendlich oder „nicht bestätigt“ eingeordnet. Für viele Gaming-Communities ist das wichtig, weil die Einstufung direkt beeinflusst, welche Inhalte, Server und Funktionen ein Konto sehen kann.

Die Zuordnung nutzt Kontextdaten, darunter das Alter eines Accounts und die Server, auf denen er unterwegs ist. Discord betont, dass mehr als 90 Prozent der Nutzer keine nachträgliche Altersbestätigung abgeben müssten. Trotzdem kann die automatische Einschätzung falsch liegen. Wer als Teenager eingestuft wird, obwohl das nicht stimmt, muss sein Alter verifizieren, um die Gruppe ändern zu lassen.

Was sich für als jugendlich eingestufte Konten ändert

Für Teenager-Konten gelten mehrere Schutzmaßnahmen. Altersbeschränkte Server, Kanäle und Bot-Befehle bleiben gesperrt. Anstößige Bilder werden unscharf dargestellt oder blockiert. Das betrifft also nicht nur einzelne Nachrichten, sondern kann auch entscheiden, welche Bereiche eines Servers überhaupt erreichbar sind.

Auch neue Kontakte laufen vorsichtiger ab: Nachrichten von Personen, die nicht auf der Freundesliste stehen, landen zunächst bei den Nachrichtenanfragen. Bei Freundschaftsanfragen von Unbekannten ohne gemeinsame Freunde oder kleine gemeinsame Server zeigt Discord zusätzlich einen Hinweis. Bereits bestehende Chats sollen davon nicht betroffen sein.

Beim Profil wird ebenfalls weniger öffentlich gezeigt. Das vollständige Profil und Aktivitäten wie gespielte Titel sind für Freunde sowie Mitglieder kleiner gemeinsamer Server sichtbar. Diese Einstellung lässt sich anpassen.

Die eigene Zuordnung ist in Discord unter „Benutzereinstellungen“, „Account“, „Account-Info“ und „Altersgruppe“ zu finden. Wenn du dort falsch eingeordnet wurdest, ist das der Punkt, an dem du eine Korrektur anstoßen kannst.

Mehr Auswahl, aber die Datenschutzfrage bleibt

Für die Altersbestätigung bietet Discord je nach Land und Gerät verschiedene Wege an. Dazu gehören Bestätigungen über Google oder Apple, Kreditkarte oder Google Wallet. Außerdem nennt die Plattform Video-Selfies, Ausweisscans und AgeKey. Welche Optionen verfügbar sind, hängt von der Region ab. Discord erklärt die einzelnen Verfahren auf seiner Seite zu den Methoden und beteiligten Anbietern.

Genau diese Datenweitergabe sorgt weiter für Kritik. Vor allem bei Ausweis- oder Gesichtsverfahren stellt sich für Nutzer die Frage, was externe Dienstleister mit den übermittelten Informationen machen. Die Sorge ist nach einem früheren Sicherheitsvorfall bei einem eingesetzten Drittanbieter noch größer geworden.

Discord räumt selbst ein, dass das System keine sichere Altersfeststellung liefert, sondern eine Schätzung anhand von Mustern. Fehlerhafte Einstufungen seien deshalb möglich. Zusätzliche Verifizierungswege lösen wenigstens ein praktisches Problem: Wer falsch einsortiert wurde, hat mehr als nur die Wahl zwischen Gesichtsschätzung und Ausweisscan. Ob das für Nutzer reicht, die grundsätzlich keine sensiblen Daten an externe Anbieter geben möchten, bleibt aber die entscheidende offene Frage.

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