Dragon’s Dogma 2 macht das Reisen mit dem Ewigen Reisestein deutlich einfacher. Genau diese Änderung sorgt aber für unterschiedliche Reaktionen: Während viele Spieler aus Japan und anderen Teilen Asiens den Komfort begrüßen, sehen einige westliche Fans darin eine Erleichterung, die zum rauen Abenteuergefühl der Reihe nicht ganz passt.
Capcom will diesen Konflikt nicht durch eine feste Vorgabe lösen. Der Gegenstand ist eine zusätzliche Möglichkeit, keine Pflicht. Wer bekannte Wege schneller überspringen möchte, kann das tun. Wer lange Reisen, Umwege und begrenzte Optionen als Teil des Abenteuers mag, kann weiterhin darauf verzichten.
Schnellreisen bleiben eine Frage der eigenen Spielweise
Game Director Kento Kinoshita und Produzent Naoto Oyama haben erklärt, dass das Team mit der geteilten Reaktion gerechnet hat. Für einen Teil der Spielerschaft gehören beschwerliche Wege bewusst dazu. Wenn eine Reise Zeit kostet und nicht jederzeit abgekürzt werden kann, fühlt sich das Erreichen eines Ziels anders an.
Auf der anderen Seite stehen Spieler, die bereits bekannte Strecken nicht immer wieder laufen wollen. Gerade wenn es auf einer Route nichts Neues mehr zu entdecken gibt, kann der Ewige Reisestein lästige Wiederholungen sparen.
Das ist wichtig, weil Dragon’s Dogma 2 damit keine Seite komplett ausschließt. Der schwierigere Weg bleibt erhalten, aber er wird nicht mehr allen aufgezwungen. Capcom setzt also auf eine Option, die den Alltag im Spiel verändern kann, ohne die frühere Art zu reisen zu entfernen.
Weitere Änderungen sollen mehr Freiraum geben
Die beiden großen Updates haben nicht nur die Reise verändert. Sie enthalten auch Anpassungen am Kampfsystem, an der Welt und an den Vasallen. Außerdem können Spieler nun sechs Fertigkeiten-Slots nutzen. High-Fives lassen sich auf Wunsch auslösen.
Laut den Entwicklern kam das Gesamtpaket überwiegend gut an. Die Diskussion um den Reisestein zeigt trotzdem ziemlich klar, wie verschieden Spieler dieselben Systeme erleben können. Was für die einen unnötige Frustration ist, gehört für andere zur Spannung einer großen Reise.
Oyama sieht den gemeinsamen Kern trotzdem beim Ziel selbst: Ob jemand eine Strecke komplett selbst zurücklegt oder einen schnelleren Weg nutzt, soll den Erfolg am Ende nicht kleiner machen. Für Fans heißt das vor allem: Dragon’s Dogma 2 bietet nach den Updates mehr Auswahl dabei, wie anstrengend die eigene Reise sein soll.
Die Erweiterung Dark Arisen und eine Version für Switch 2 sollen am 9. Oktober 2026 erscheinen. Dann wird sich zeigen, ob die neuen Optionen weitere Spieler ins Rollenspiel holen, ohne dass Fans der langsameren Reiseweise auf etwas verzichten müssen.