Exodus will seine Romanzen nicht einfach als Belohnung am Ende eines Gesprächs behandeln. Laut Narrative Director Drew Karpyshyn stehen die möglichen Beziehungen zwar unabhängig vom Geschlecht von Hauptfigur Jun offen. Doch wer mehrere Crewmitglieder gleichzeitig umwirbt, muss mit Folgen rechnen.
Das ist für ein Sci-Fi-Rollenspiel ein wichtiger Punkt: Die Auswahl soll nicht nur davon abhängen, wen man sympathisch findet. Auch Entscheidungen in der Hauptgeschichte und Juns Verhältnis zu Fraktionen beeinflussen laut Entwicklerteam, wie Begleiter auf die Figur reagieren. Es dürfte also schwer werden, bei allen gleichzeitig gut dazustehen.
Flirten soll Entscheidungen nicht umgehen
Jun kann als Mann oder Frau gespielt werden, ohne dass dadurch einzelne Romanzen gesperrt werden. Das schafft für alle dieselben Möglichkeiten bei den verfügbaren menschlichen Begleitern.
Gleichzeitig sollen Beziehungen nur entstehen, wenn Spieler selbst den ersten Schritt machen. Niemand geht demnach automatisch eine Romanze ein. Wer sich für mehrere Figuren interessiert, kann das offenbar ausprobieren. Ob daraus eine Beziehung wird oder Streit entsteht, hängt aber vom jeweiligen Charakter und den getroffenen Entscheidungen ab.
Spannend ist vor allem die Verbindung zur eigentlichen Handlung. Wenn Fraktionsloyalität und große Story-Entscheidungen bei den Begleitern mitspielen, können Romanzen nicht völlig neben der Geschichte stehen. Für dich heißt das auch: Eine Entscheidung, die in einem Konflikt sinnvoll wirkt, kann bei einer wichtigen Figur trotzdem schlecht ankommen.
Nicht jede Figur ist eine Option
Archetype grenzt das System aber klar ein. Salt, der intelligente und genetisch veränderte Oktopus, der einen Kampf-Mech steuert, wird keine Romanze mit Jun haben. Auch Houston, ein erwachter Wolf und Adoptivbruder der Hauptfigur, ist ausgeschlossen.
Damit bleibt die angekündigte Freiheit auf die dafür vorgesehenen menschlichen Crewmitglieder beschränkt. Das klingt erst einmal weniger spektakulär als die Aussage, dass alle Figuren offen für Jun seien. Für die Geschichte kann diese Grenze aber sinnvoll sein: Nicht jede interessante Figur muss auch als Liebesoption funktionieren.
Bei intimen Szenen will das Team zudem eher zurückhaltend bleiben. Director Chris King beschreibt den Ton als geschmackvoll. Körperlichkeit soll vorkommen, aber zur Entwicklung der Figuren passen und nicht nur als auffällige Szene dienen.
Release im April 2027
Wie viele Romanzen es insgesamt geben wird und welche Entscheidungen besonders stark auf sie wirken, hat das Team noch nicht verraten. Sicher ist bisher vor allem die Richtung: Exodus setzt auf offene Auswahl, aber nicht auf folgenloses Ausprobieren.
Das Sci-Fi-Rollenspiel erscheint am 7. April 2027 für PS5, Xbox Series X/S und PC. Bis dahin bleibt offen, ob die Beziehungen wirklich so unterschiedlich auf Juns Entscheidungen reagieren, wie die Entwickler es ankündigen.