Fable erscheint am 23. Februar 2027 für PC, PS5 und Xbox Series X/S. Fast noch bemerkenswerter als der Termin ist aber die Zeit davor: Playground Games arbeitet laut Game Director Ralph Fulton bereits seit 2017 an dem Rollenspiel.
Damit hat das Studio fast zehn Jahre an einem Projekt gearbeitet, obwohl sich innerhalb der Xbox-Sparte in diesem Zeitraum viel verändert hat. Studios wurden geschlossen, Stellen gestrichen und andere Spiele eingestellt. Fable blieb davon offenbar verschont. Fulton erklärt das vor allem mit dem besonderen Stellenwert der Reihe für Xbox.
Fable sollte nicht nur ein weiteres Open-World-Spiel werden
Für Playground Games war Fable ein großer Wechsel. Das Studio war vor allem für Forza Horizon bekannt, also für offene Spielwelten mit Autos. Bei Fable wollte das Team diese Erfahrung nutzen, aber auf ein Action-Rollenspiel übertragen.
Das ist spannend, weil die lange Entwicklung nicht einfach nur zusätzliche Zeit für Feinschliff bedeutet haben dürfte. Playground musste nach der Vereinbarung mit Xbox erst ein großes neues Team aufbauen. Dafür kamen Entwickler aus verschiedenen Ländern nach Großbritannien, darunter offenbar auch Leute, die gerade wegen ihrer Verbindung zur Reihe bei Fable mitarbeiten wollten.
Fulton sagt, dass viele Menschen bei Xbox Fable als wichtigen Teil der Plattform sehen. Das erklärt zumindest, warum das Projekt trotz der langen Laufzeit weitergeführt wurde. Für Fans ist das auch ein Zeichen, dass der Reboot nicht als kurzer Versuch gedacht ist, sondern als Rückkehr einer bekannten Xbox-Reihe mit eigenem Platz neben den anderen Spielen des Konzerns.
Wer mehr über die Entwicklung erfahren möchte, findet im ausführlichen Interview mit Ralph Fulton weitere Aussagen des Game Directors.
Die Hauptgeschichte bleibt überschaubar
Trotz der langen Entwicklungszeit soll Fable kein Rollenspiel werden, das nur mit einer riesigen Kampagne Eindruck machen will. Playground Games orientiert sich bei der Hauptgeschichte grob an den früheren Teilen. Wer direkt der Handlung folgt, soll sie in etwa 15 bis 20 Stunden abschließen können.
Das klingt erst einmal nicht nach einem gewaltigen Abenteuer. Für ein Spiel mit offener Welt kann diese Länge aber auch ein Vorteil sein: Die Geschichte muss nicht künstlich gestreckt werden, während Spieler trotzdem selbst entscheiden können, wie viel Zeit sie in Albion verbringen möchten.
Wer Nebenaufgaben erledigt und die Welt gründlich erkundet, soll laut Studio ungefähr doppelt so lange beschäftigt sein. Dazu kommen Lebenssysteme, die zeitlich nicht begrenzt sein sollen. Was genau diese Systeme alles erlauben und wie stark sie mit der Handlung verbunden sind, bleibt noch offen.
Genau dort liegt vor dem Release die wichtigste Frage: Fable soll eine klare, nicht zu lange Geschichte erzählen, aber zugleich eine Welt bieten, in der man länger bleiben kann. Wenn diese beiden Seiten zusammenpassen, könnte die lange Entwicklungszeit am Ende im Spiel selbst spürbar werden.