Playground Games entwickelt mit Fable nicht einfach sein erstes Rollenspiel. Das Studio will zeigen, dass seine Erfahrung aus den offenen Welten von Forza Horizon auch ohne Autos funktionieren kann. Game Director Ralph Fulton hat erklärt, dass genau dieser Gedanke eine wichtige Rolle spielte, als Xbox das ruhende Fantasy-Franchise neu aufbauen wollte.
Fable erscheint am 23. Februar 2027 für PS5, Xbox Series X/S und PC. Für Fans ist vor allem spannend, worauf Playground bei diesem ungewöhnlichen Wechsel setzt: nicht darauf, bisherige Rennspiele nachzumachen, sondern auf das Wissen darüber, wie sich eine offene Welt anfühlen und erkunden lassen soll.
Die offene Welt ist die Verbindung
Von außen wirkte die Wahl zunächst überraschend. Playground Games war lange vor allem für die Forza Horizon-Reihe bekannt. Ein Fantasy-Rollenspiel mit Zaubern, Schwertern und Entscheidungen ist etwas ganz anderes als ein Open-World-Rennspiel.
Fulton sieht trotzdem eine klare Verbindung. Es werde zwar keine Autos in Fable geben, aber offene Spielwelten seien ein Bereich, in dem das Studio Fähigkeiten mitbringe. Das klingt logisch: Eine große Welt muss Spieler neugierig machen, Wege anbieten und sich so anfühlen, als gäbe es hinter dem nächsten Hügel noch etwas zu entdecken. Genau darin hat Playground bereits viel Erfahrung.
Das heißt aber nicht automatisch, dass sich Fable wie Forza Horizon spielen wird. Zu Quests, Kämpfen oder den Rollenspielsystemen verrät diese Aussage noch nichts. Sie zeigt eher, wo das Team seine stärkste Grundlage sieht: bei einer Welt, die man nicht nur von Aufgabe zu Aufgabe abarbeitet.
Ein neues Team für ein altes Rollenspiel
Laut Fulton war die Anfrage von Xbox für Playground kein Projekt, über das lange gezögert wurde. Als der Name Fable fiel, sei für das Studio schnell klar gewesen, worauf es sich konzentrieren wollte. Auch ein bisschen Stolz habe dabei mitgespielt: Das Team wollte beweisen, dass es mehr als Rennspiele kann.
Wichtig ist dabei, dass Playground für Fable ein zweites, eigenständiges Team aufgebaut hat. Dafür wurden auch erfahrene Entwickler mit Rollenspielwissen verpflichtet. Das neue Spiel entsteht also nicht bloß nebenbei durch das Team hinter Forza Horizon.
Ob die Mischung aus Open-World-Erfahrung und Rollenspiel-Know-how am Ende aufgeht, zeigt sich erst zum Release. Die Aussagen von Fulton machen aber klar, dass Playground den Genrewechsel nicht als Zufall sieht. Das Studio setzt auf bekannte Stärken, baut dafür neue Erfahrung auf und nimmt sich mit Fable ein Spiel vor, an dem Fans vermutlich besonders genau auf Welt, Humor und Abenteuergefühl achten werden.