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Forza Horizon 6: Streit um gesperrte Itasha-Designs

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Spieler berichten von Sperren wegen Itasha-Lackierungen in Forza Horizon 6. Das Problem ist vor allem die fehlende Klarheit darüber, welche Designs wirklich gegen Regeln verstoßen.

In Forza Horizon 6 berichten mehrere Spieler aus Japan von Kontosperren, die mit Itasha-Designs zusammenhängen sollen. Betroffen sein können demnach nicht nur Lackierungen, die im Creative Hub veröffentlicht wurden. Auch Fotos von entsprechend gestalteten Autos und sogar unveröffentlichte Entwürfe sollen in einzelnen Fällen Probleme auslösen.

Das ist für Fans besonders heikel, weil Teil sechs Japan als Schauplatz nutzt und Itasha dort zur sichtbaren Autokultur gehört. Bei diesen Fahrzeugen werden Karosserien mit Anime- oder Manga-Motiven beklebt. Wenn normale Motive durch Meldungen oder automatische Prüfungen verschwinden, trifft das nicht bloß ein einzelnes Bild, sondern oft viele Stunden kreativer Arbeit.

Berichte über Sperren und entfernte Designs

Der Nutzer @Maguro_Maznaga spricht von einer größeren Zahl an Sperren gegen Designer solcher Lackierungen. Nach seiner Einschätzung seien darunter viele übliche Itasha-Motive gewesen, auch wenn es vereinzelt echte Regelverstöße gegeben habe. Er vermutet außerdem, dass Beschwerden automatisiert und gezielt eingereicht werden könnten. Belegt ist diese Vermutung durch den Bericht selbst allerdings nicht.

Ein weiteres Problem: Manche Motive könnten offenbar missverstanden werden. Körperkonturen werden laut den Schilderungen teils als mögliche Nacktdarstellung gewertet, obwohl sie Teil eines Anime-Designs sind. Auch nachgebildete Logos aus der Autobranche sollen vereinzelt entfernt worden sein.

Dass selbst lokale Entwürfe oder In-Game-Fotos betroffen sein können, wäre besonders ärgerlich. Dann reicht es nicht mehr, eine problematische Veröffentlichung aus dem Hub zu nehmen. Spieler müssten damit rechnen, dass ihre eigenen Kreationen schon vor einer öffentlichen Freigabe geprüft und sanktioniert werden.

Klare Regeln wären wichtiger als bloße Meldungen

Der Streit dreht sich nicht nur um einzelne gesperrte Lackierungen. Für kreative Communities ist entscheidend, ob nachvollziehbar wird, welches Motiv gegen welche Regel verstößt. Ohne eine konkrete Begründung können Designer kaum einschätzen, ob sie ein Bild ändern müssen oder ob schon eine bestimmte Zahl an Meldungen zur Löschung führt.

@Hosea_850 kritisiert genau diesen Punkt. Der Nutzer wirft dem Spiel vor, japanische Autokultur als Teil des Settings zu zeigen, Itasha-Designer aber durch die aktuelle Moderation zu treffen. Er verweist außerdem darauf, dass solche Lackierungen in früheren Teilen möglich gewesen seien.

Schon im Sommer sollen bekannte Designer ihre Arbeiten nach ersten Sperrwellen zurückgezogen haben. Wenn sich die aktuellen Berichte häufen, könnte der Creative Hub für diese Szene deutlich leerer werden. Für Forza Horizon 6 wäre das schade: Gerade ein Spiel mit Japan-Schauplatz sollte Platz für kreative Fahrzeugkultur lassen, solange sie klare und verständliche Regeln einhält.

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