Vier schwer gepanzerte Soldaten mit Lancer-Gewehren stehen in einer dunklen Umgebung.
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Gears of War: E-Day: Sorgen im Studio vor dem Start

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Gears of War: E-Day startet bald, doch bei The Coalition soll die Stimmung angespannt sein. Ein Bericht nennt Sorgen vor weiteren Entlassungen und unsicheren Erfolgsboni.

Kurz vor dem Start von Gears of War: E-Day soll bei The Coalition vor allem Unsicherheit herrschen. Laut einem Bericht fürchten Beschäftigte weitere Entlassungen und sorgen sich zugleich um Erfolgsboni, die erst Ende Oktober ausgezahlt werden sollen.

Besonders heikel ist der Zeitpunkt: Käufer der Premium Edition können seit dem 1. Oktober früher spielen, der reguläre Release folgt am 6. Oktober für Xbox Series X/S und PC. Das Spiel erscheint außerdem direkt im Game Pass. Für das Studio wäre das normalerweise die Phase, in der ein jahrelanges Projekt abgeschlossen wird. Stattdessen berichten Quellen von einer angespannten Stimmung.

Die Entlassung eines leitenden Entwicklers hat das Vertrauen erschüttert

Auslöser der Sorgen ist offenbar die Entlassung von Juan Vaca, dem Story Director von Gears of War: E-Day. Sie soll im Rahmen einer jüngsten Entlassungswelle bei Microsoft erfolgt sein, nur wenige Tage nachdem Vaca den Gold-Status des Spiels öffentlich gefeiert hatte.

Der Gold-Status bedeutet, dass die Entwicklungsversion für die Veröffentlichung fertiggestellt wurde. Gerade deshalb trifft die Nachricht das Team laut dem Bericht so hart: Ein leitender Entwickler wurde ausgerechnet kurz vor dem Release aus dem Studio genommen.

Eurogamer berichtet über die Situation bei The Coalition und zitiert Beschäftigte, die nun mit weiteren Einschnitten rechnen. Demnach galt The Coalition innerhalb der Xbox Game Studios zuvor als vergleichsweise sicher, weil das Studio an einer bekannten Microsoft-Reihe arbeitet. Dieses Gefühl sei nach Vacas Entlassung verschwunden.

Wichtig ist dabei: Weitere Kündigungen bei The Coalition sind nicht offiziell angekündigt. Es handelt sich um Befürchtungen von Mitarbeitern, die durch die jüngste Entscheidung verstärkt wurden. Für ein Team in der heißen Phase vor einem großen Launch ist das trotzdem eine schwierige Lage. Wer nicht weiß, ob die eigene Stelle nach Veröffentlichung des Spiels noch existiert, kann den Abschluss eines Projekts kaum unbeschwert erleben.

Warum die Bonusregel für zusätzlichen Druck sorgt

Neben den Stellen steht auch Geld im Raum. Laut dem Bericht sind bei The Coalition Erfolgsboni vorgesehen, falls Gears of War: E-Day bestimmte Wertungsziele erreicht. Solche Vereinbarungen knüpfen einen Teil der Vergütung an den Kritikerschnitt eines Spiels.

Die Auszahlung soll Ende Oktober stattfinden. Der entscheidende Punkt: Beschäftigte müssen dem Bericht zufolge dann noch als Vollzeitkräfte im Studio angestellt sein. Würden Mitarbeiter vorher entlassen, könnten sie ihren Anspruch auf die Zahlung verlieren.

Intern soll es zwar die Zusage geben, dass bereits entlassene Entwickler wie Juan Vaca einen Bonus bei Erreichen der Vorgabe trotzdem erhalten. Einige Mitarbeiter begegnen dieser Aussage laut Bericht aber mit Misstrauen. Nach einer Entlassung kurz vor dem Ziel ist das nicht schwer zu verstehen: Eine Zusage hilft nur, wenn die Betroffenen darauf vertrauen können, dass sie auch eingehalten wird.

Für Fans ist das keine Nachricht über neue Inhalte oder Gameplay. Sie zeigt aber, wie eng ein Spielstart für Entwickler mit der eigenen beruflichen Zukunft verbunden sein kann. Der Erfolg von E-Day bei Kritikern und Spielern könnte für das Team deshalb mehr bedeuten als gute Schlagzeilen.

Der Launch beantwortet nicht alle Fragen

Am 6. Oktober wird sich zeigen, wie Gears of War: E-Day aufgenommen wird. Ob das die Sorgen innerhalb von The Coalition mindert, bleibt offen. Gute Wertungen oder viele Spieler im Game Pass ändern zunächst nichts an der Frage, ob und wie Microsoft das Studio nach dem Release weiterplant.

Klar ist nur: Für die Beschäftigten geht es in den kommenden Wochen nicht allein um den Start eines neuen Gears of War. Es geht laut den vorliegenden Berichten auch darum, ob sie nach dem Launch noch Teil des Teams sind und ob zugesagte Erfolgsboni wirklich bei ihnen ankommen.

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