Die Anime-Serie Ghost of Tsushima: Legends erscheint später als geplant. Statt des bislang angepeilten Starts 2027 ist der weltweite Simulcast auf Crunchyroll nun für 2028 vorgesehen. Gleichzeitig wurden zwei neue Sprecher für die Produktion bestätigt: Mayumi Saco und Shinya Fukumatsu.
Der neue Termin ist vor allem deshalb spürbar, weil die Serie schon seit Januar 2025 bekannt ist. Für Fans gibt es aber zumindest ein Zeichen, dass die Arbeit an der Adaption weiterläuft: Neben dem Termin stehen nun weitere Namen vor und hinter der Kamera fest. Was genau die Serie erzählen wird, bleibt dagegen weiterhin offen.
Der Titel verrät noch nicht die ganze Richtung
Bei Ghost of Tsushima: Legends ist die wichtigste Frage noch immer nicht beantwortet. Die Anime-Serie trägt zwar den Namen der Mehrspieler-Erweiterung, doch es wurde bislang nicht erklärt, ob sie deren übernatürliche Legenden und japanische Folklore aufgreift.
Ebenso möglich ist, dass die Handlung sich stärker am Hauptspiel orientiert und Teile von Jin Sakais Geschichte nacherzählt. Beide Wege würden einen ziemlich anderen Anime ergeben. Das Hauptspiel steht für den Konflikt um Tsushima und Jins Weg als Samurai, während Legends mit dunkleren Mythen und fantastischen Elementen verbunden ist.
Genau deshalb ist die Verschiebung mehr als nur eine längere Wartezeit. Es gibt noch keinen Hinweis darauf, welche Figuren im Mittelpunkt stehen, wie eng die Serie an die Spiele gebunden ist oder ob sie eine eigene Geschichte erzählt. Der Name allein legt die Richtung nicht fest.
Für Zuschauer ist das wichtig, weil eine Anime-Adaption nicht einfach Szenen aus einem Spiel übernehmen muss. Sie kann bekannte Ideen nutzen, aber eine neue Perspektive wählen. Ob Ghost of Tsushima: Legends das tatsächlich macht, lässt sich mit den bisher bestätigten Informationen allerdings noch nicht sagen.
Zwei neue Stimmen, aber noch keine Rollen
Mayumi Saco gehört neu zum Cast. Spieler der japanischen Fassung von Ghost of Tsushima kennen sie bereits als Stimme von Tomoe, einer Meisterschützin und Überläuferin. Welche Figur Saco im Anime spricht, wurde jedoch nicht genannt. Ihre Rückkehr bedeutet also nicht automatisch, dass auch Tomoe Teil der Serie sein wird.
Auch Shinya Fukumatsu wurde bestätigt. Er ist unter anderem als Stimme von Bomb aus One-Punch Man bekannt. Seine Rolle bleibt ebenfalls geheim.
Das macht die Cast-Ankündigung eher zu einem kleinen Vorgeschmack als zu einer echten Enthüllung über die Handlung. Für Fans der japanischen Sprachausgabe ist Sacos Beteiligung trotzdem ein interessantes Detail. Sie schafft eine Verbindung zum Spiel, ohne schon festzulegen, wie nah der Anime ihm inhaltlich kommt.
Das Team passt zu einer stilisierten Adaption
Hinter den Animationen steht Studio Kamikaze Douga. Regie führt Takanobu Mizuno, der an der Episode „Das Duell“ aus der ersten Staffel von Star Wars: Visionen gearbeitet hat. HAYATE Inc. übernimmt die Gesamtleitung der Produktion gemeinsam mit Aniplex und PlayStation Productions.
Auch bei Konzept und Figuren gibt es bereits klare Namen: Gen Urobuchi entwickelt das Drehbuchkonzept, Takashi Okazaki gestaltet die Figuren. Damit hat die Serie ein Team, das für markante Anime-Stile und ernste Stoffe steht.
Ob daraus ein Anime wird, der die Legenden-Seite von Ghost of Tsushima ausbaut, oder eine andere Geschichte aus diesem Universum, ist noch nicht bestätigt. Bis 2028 dürfte genau das die spannendste offene Frage bleiben. Den verschobenen Start und die bisher bekannten Produktionsdetails fasst die offizielle Ankündigung bei Crunchyroll zusammen.