Für Besitzer eines Fanatec Gran Turismo DD Pro gibt es in Gran Turismo 7 gerade einen unschönen Kompromiss: Die neue FullForce-Funktion kann Probleme mit dem Force Feedback auslösen. Fanatec hat die Berichte bestätigt und rät Betroffenen deshalb, die Stärke der Funktion zu senken oder sie vorerst ganz auszuschalten.
Auslöser scheint das Update 1.71 zu sein. Es hat unter anderem Reifen, Federung und Lenkung überarbeitet und bringt FullForce erstmals für das DD Pro. Gerade darauf hatten viele Nutzer lange gewartet.
Was bei längeren Rennen passieren kann
FullForce soll neben dem normalen Force Feedback kleine Fahrbahn-Details wie Unebenheiten oder Bordsteinkanten stärker spürbar machen. Nach dem Update berichten einige Nutzer jedoch von Aussetzern. Teilweise dreht das Lenkrad bis zum Anschlag, in anderen Fällen hilft nur ein Neustart.
Auffällig ist, dass die Fehler offenbar häufig nicht direkt beim Start auftreten. Sie zeigen sich teils erst nach ungefähr 20 Minuten in längeren Rennen. Das ist besonders ärgerlich, weil ein Rennabbruch im schlimmsten Moment passiert und nicht nur kurz die Rückmeldung schwächer wird.
FUL reduzieren, bis die Ursache gefunden ist
Fanatec vermutet das Problem bei der FUL-Einstellung im Tuning-Menü. Sie regelt die Intensität von FullForce. Werte unter 100 sollen das Risiko eines Aussetzers verringern. Wer weiterhin Probleme hat, soll den Wert weiter senken oder FullForce deaktivieren.
Damit ist die Lage zwar nicht ideal, aber die Empfehlung ist klar: Stabilität geht momentan vor den zusätzlichen Details im Lenkrad. Bei vollständigen Ausfällen nach einem Neustart bittet Fanatec um eine Meldung mit der verwendeten Firmware-Version und den weiteren Einstellungen. Der Hersteller nennt die Fehlersuche eine hohe Priorität und will neue Informationen veröffentlichen, sobald die Ursache feststeht. Die offizielle Mitteilung von Fanatec enthält die Hinweise ebenfalls.
Ein Termin für einen dauerhaften Fix ist noch nicht bekannt. Bis dahin müssen DD-Pro-Fahrer entscheiden, ob sie FullForce vorsichtiger einstellen oder für längere Rennen lieber komplett darauf verzichten.