Leonida wird die größte offene Welt, die Rockstar Games bisher gebaut hat. Entwicklungsleiter Aaron Garbut beschreibt die Karte von GTA 6 als ungefähr doppelt so groß wie die Spielwelt von GTA 5. Die reine Größe ist aber nur ein Teil der neuen Infos. Dächer, Gassen und begehbare Innenräume sollen verhindern, dass zwischen wichtigen Orten bloß viel freie Fläche liegt.
Noch spannender klingt das neue Wettersystem. Regen und Sonne können gleichzeitig in verschiedenen Teilen der Karte auftreten. Dazu kommen Windströmungen, Gewitter und sogar Hurrikane. Leonida soll sich dadurch je nach Ort und Wetterlage sichtbar verändern.
Eine große Karte braucht genug Inhalt
Rockstar bezeichnet Leonida als die mit Abstand größte eigene Spielwelt. Eine genaue Fläche nennt das Studio nicht. Berechnungen von etwa 150 bis 160 Quadratkilometern inklusive Wasserflächen bleiben deshalb Schätzungen und keine bestätigte Kartengröße.
Wichtiger ist, wie Rockstar diese Fläche nutzen will. Das Team arbeitet verstärkt an Orten abseits der Straßen. Dazu gehören Dächer und Gassen, aber auch Innenräume. Gebäude sollen dadurch nicht nur als Kulisse dienen, an der du vorbeifährst.
Das könnte für die Erkundung wichtiger sein als eine möglichst hohe Zahl bei den Quadratkilometern. Eine doppelt so große Karte bringt wenig, wenn große Bereiche kaum etwas bieten. Die genannten Schwerpunkte zeigen zumindest, dass Rockstar dieses Problem kennt. Wie viele Gebäude am Ende wirklich betreten werden können, wurde allerdings nicht verraten.
Das Wetter bleibt nicht auf der ganzen Karte gleich
Das neu entwickelte Wettersystem orientiert sich am wechselhaften Klima Floridas. Es arbeitet mit örtlich begrenzten Wetterzonen. Während an einem Ort noch die Sonne scheint, kann wenige Kilometer entfernt bereits starker Regen fallen.
Auch die Wolken sollen zur jeweiligen Lage passen. Genannt werden klare Himmel, große Gewitterwolken, tropische Wirbelstürme und Hurrikane. Bei schweren Unwettern verdunkelt sich der Himmel. Regen läuft von Dächern und Laternenpfählen, während Blitze die Wolken erhellen.
Wind ist ebenfalls mehr als ein optischer Effekt im Hintergrund. Die Technik berücksichtigt verschiedene Strömungen, darunter Landwinde nach Sonnenuntergang und thermische Aufwinde. Große Gebäude können Wind abschirmen. Böen bewegen außerdem Wasseroberflächen und Gras in den Sumpfgebieten. Auf Dächern können sie Haare und lose Trümmer erfassen.
Was noch nicht klar ist
Bisher wissen wir nicht, wie häufig Hurrikane auftreten. Rockstar hat auch noch nicht erklärt, ob extremes Wetter Missionen, Verkehr oder andere Spielsysteme verändert. Möglich ist also, dass die Unwetter vor allem die Umgebung lebendiger wirken lassen. Ein stärkerer Einfluss auf das Spielen ist mit den bisherigen Angaben nicht bestätigt.
Trotzdem zeigen die Details, worauf Rockstar bei Leonida setzt: Die Karte soll nicht nur größer sein, sondern sich von Ort zu Ort und von Moment zu Moment unterscheiden. Entscheidend wird sein, ob Innenräume, Wetterzonen und Wind im fertigen Spiel wirklich neue Möglichkeiten schaffen oder hauptsächlich für starke Bilder sorgen.