Zwei maskierte Personen, eine Frau und ein Mann, stehen vor einem heruntergekommenen Good Mart in GTA 6. Die Frau trägt ein rotes Kopftuch, der Mann ein T-Shirt mit Comic-Motiv.
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GTA 6: Rockstar erklärt die lebendigere Welt von Vice City

Von Alex 3 Min. Lesezeit

Vice City soll riesig werden, aber nicht leer wirken. Rockstar erklärt, wie unterschiedlichere Figuren und passende Animationen dabei helfen sollen.

Rockstar Games hat weitere Details zu GTA 6 genannt: Vice City soll nicht nur größer werden, sondern sich vor allem durch deutlich vielfältigere Menschen auf den Straßen lebendiger anfühlen. Laut Rob Nelson, Co-Studio-Head von Rockstar North, passt ein neues System Animationen in Echtzeit an verschiedene Körpergrößen und Körperformen an.

Das klingt erst mal technisch, ist für eine offene Welt aber ziemlich wichtig. Wenn Figuren unterschiedlich groß gebaut sind, müssen Bewegungen beim Kämpfen, beim Einsteigen ins Auto oder bei anderen Begegnungen trotzdem zusammenpassen. Bisher konnten verschiedene Körpertypen laut Nelson oft nur dieselben Animationssets nutzen. Genau da will GTA 6 weitergehen.

Vice City soll mehr sein als eine riesige Karte

Rockstar hatte zuletzt knapp 27 Minuten Gameplay aus GTA 6 gezeigt. Dabei stand vor allem der Detailgrad von Vice City im Mittelpunkt. Das Stadtgebiet soll laut Nelson ungefähr doppelt so groß sein wie Los Santos aus GTA 5.

Die Größe allein ist aber offenbar nicht das eigentliche Ziel. Rockstar vergleicht den Ansatz mit Red Dead Redemption 2: Eine offene Welt soll Spieler beim Erkunden immer wieder von ihrem eigentlichen Weg abbringen. Kleine Entdeckungen, Geheimnisse und unerwartete Situationen sollen dafür sorgen, dass man nicht nur von Mission zu Mission fährt.

Für Fans ist das wahrscheinlich der spannendere Teil der Aussage. Eine große Stadt kann schnell leer wirken, wenn unterwegs kaum etwas passiert. Rockstar verspricht dagegen eine dichtere Welt, in der es ständig Gründe geben soll, kurz anzuhalten oder eine andere Richtung einzuschlagen.

Unterschiedliche Figuren brauchen passende Bewegungen

Nelson erklärt die geplante Vielfalt bei den computergesteuerten Figuren ziemlich konkret. Eine 1,68 Meter große Person und eine 1,88 Meter große Person können nicht einfach identische Bewegungen verwenden, ohne dass es komisch aussieht. Das betrifft nicht nur Kämpfe, sondern auch das Sitzen in Fahrzeugen und andere Interaktionen mit der Umgebung.

In GTA 6 sollen die Animationen deshalb passend zur jeweiligen Figur berechnet werden. Rockstar nutzt dafür nach eigenen Angaben den verfügbaren Arbeitsspeicher der aktuellen Konsolen und die Erfahrung des Teams aus früheren Projekten.

Ob man dieses System beim Spielen wirklich ständig bemerkt, bleibt offen. Es könnte aber genau bei den vielen kleinen Szenen helfen, die eine Stadt glaubwürdiger machen: Menschen bewegen sich anders, passen besser in Autos und wirken nicht wie dieselbe Figur mit anderem Outfit.

Der Vergleich mit Red Dead Redemption 2 setzt die Messlatte hoch

Mit Red Dead Redemption 2 hat Rockstar schon gezeigt, wie viel Ablenkung und Leben in einer offenen Welt stecken kann. Bei GTA 6 soll diese Idee auf Vice City übertragen und mit der aktuellen Konsolengeneration weiter ausgebaut werden. Nelson spricht von einer größeren, komplexeren und dichter bevölkerten Welt als bei früheren Rockstar-Spielen.

Das ist ein großes Versprechen, aber die Richtung ist klar: GTA 6 soll nicht nur wegen seiner Karte groß wirken. Entscheidend wird sein, ob die Stadt auch auf dem Weg zwischen zwei Missionen genug eigene Geschichten entstehen lässt.

GTA 6 erscheint am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S. Weitere Aussagen von Rob Nelson stehen im Interview mit IGN.

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