Eine Gruppe ernster Figuren steht in einem düsteren urbanen Raum, darunter ein muskulöser Mann von hinten.
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GTA 6: Rockstar geht hart gegen Leaks vor

Von Alex 3 Min. Lesezeit

Rockstar soll bei GTA 6 auf harte Sicherheitsregeln setzen. Ein Arbeitsrechtsstreit zeigt jetzt, wie weit diese offenbar gehen.

Rockstar Games soll für die Entwicklung von GTA 6 extrem strenge Sicherheitsregeln einsetzen. Das geht aus Unterlagen eines laufenden Arbeitsrechtsstreits hervor. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Verbote im Büro, sondern auch ein eigenes Team, das Leaks und Angriffe auf vertrauliche Informationen verfolgen soll.

Für Fans ist das vor allem deshalb interessant, weil die bekannten Leaks zu GTA 6 offenbar nicht einfach als peinliche Ausnahme gesehen werden. Rockstar behandelt Geheimhaltung laut den Unterlagen als festen Teil der Entwicklung. Gleichzeitig sind genau diese Regeln nun Teil eines Streits um die Entlassung von 34 Beschäftigten.

Rockstar beschränkt Geräte und Homeoffice

Für Bereiche, die an wichtigen Teilen von GTA 6 arbeiten, soll Homeoffice verboten sein. Private Smartphones, Laptops und USB-Sticks dürfen demnach nicht an die Arbeitsplätze. Auch Fotos im Büro sind untersagt, selbst wenn darauf scheinbar nur ein Schreibtisch zu sehen ist.

Rockstar vergleicht den Schutz von Gameplay und Design laut den Unterlagen mit der Geheimhaltung rund um Apples iPhone oder das Rezept von Coca-Cola. Ein ehemaliger Technical Director beschrieb den Umgang des Studios mit vertraulichen Daten als fast schon krankhaft besessen.

Das klingt erst mal ziemlich heftig. Nach den früher veröffentlichten Clips zu GTA 6 wird aber klar, warum Rockstar jede mögliche Lücke schließen will. Besonders bei einem Spiel, auf das so viele Leute warten, können selbst kleine Bilder oder interne Hinweise schnell riesig werden.

Nicht nur Hacker sollen ein Problem sein

Die Sicherheitsmaßnahmen richten sich offenbar nicht allein gegen Angriffe im Netz. In den Gerichtsunterlagen wird beschrieben, dass Rockstar Sichtschutzfolien an den Fenstern seiner Büros angebracht habe. Zuvor sollen Menschen versucht haben, mit Drohnen in Fensternähe zu gelangen, um Bildschirme zu fotografieren.

Außerdem berichtet Rockstar von angeblichen Versuchen, mit gefälschten Mitarbeiterausweisen in die Studios zu kommen. Auch beobachtete Pausen oder gezählte Pizzalieferungen sollen genutzt worden sein, um etwas über den Entwicklungsstand herauszufinden.

Dafür beschäftigt das Unternehmen laut Unterlagen ein festes Team aus fünf Ermittlern und einem Direktor. Es soll Leaks untersuchen, den Handel mit internen Informationen beobachten und Manipulationsversuche abwehren. Für ein Spielestudio ist das ein ungewöhnlich großer Aufwand, zeigt aber, wie wichtig GTA 6 intern offenbar genommen wird.

Der Streit um 34 Entlassungen bleibt offen

Die Unterlagen wurden bekannt, weil die britische Gewerkschaft Independent Workers of Great Britain gegen Rockstar vorgeht. Sie wirft dem Studio vor, 34 Entwickler wegen gewerkschaftlicher Aktivitäten entlassen zu haben. Betroffene sollen in sehr kurzen Telefonaten informiert worden sein, während ihre Zugänge direkt gesperrt wurden. In einem Fall soll auch ein Arbeitsvisum betroffen gewesen sein.

Rockstar weist diesen Vorwurf zurück. Das Studio sagt, die Kündigungen hätten mit schweren Verstößen gegen Sicherheitsvorgaben zu tun. Die entlassenen Beschäftigten sollen vertrauliche Informationen zu GTA 6 auf einem privaten Discord-Server geteilt haben.

Welche Seite recht bekommt, soll das Arbeitsgerichtsverfahren klären, das bis zum 16. Oktober angesetzt ist. GTA 6 soll am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S erscheinen. Bis dahin zeigt der Streit vor allem eins: Rockstar will Leaks offenbar nicht nur verhindern, sondern verfolgt sie mit einem Aufwand, der weit über normale Büroregeln hinausgeht.

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