Eine Frau im Pelzmantel und ein Mann mit Mohawk sitzen auf einem bunten Fahrzeug mit Graffiti unter blauem Himmel.
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GTA 6: Rockstar will Vice City mehr als nur verrückt machen

Von Alex 3 Min. Lesezeit

Rockstar hat für GTA 6 offenbar jahrelang in Miami recherchiert. Dabei ging es nicht nur um Straßen, sondern vor allem um die Menschen und Szenen der Stadt.

Rockstar hat für GTA 6 offenbar über Jahre hinweg gezielt Material aus Miami und Florida gesammelt. Neben wiederholten Reisen gab es laut mehreren Entwicklern sogar ein festes Recherche-Team vor Ort. Der Plan war nicht nur, Straßen und Gebäude für Vice City nachzubauen. Das Studio wollte verstehen, welche Menschen, Szenen und Geschichten diese Gegend prägen.

Für Fans ist das vor allem deshalb spannend, weil GTA-Städte zwar immer überdreht sind, aber trotzdem davon leben, dass sie sich wie ein echter Ort anfühlen. GTA 6 soll dieses Gefühl offenbar stärker aus den Menschen der Spielwelt holen als nur aus Kulissen.

Recherche für eine Stadt mit vielen Seiten

Rupert Humphries, Senior Vice President of Narrative bei Rockstar, sagte, das Team habe unter anderem mit ehemaligen Kriminellen, Polizisten, Clubveranstaltern und Waffenhändlern gesprochen. Die Gespräche sollten mit Büchern und journalistischen Quellen abgeglichen werden. So wollte Rockstar herausfinden, welche Figuren und Situationen für die Welt von GTA 6 wirklich wichtig sind.

Dabei ging es nicht nur um die bekannten Bilder von Miami. Auch die lokale Musikszene war offenbar Teil der Recherche. Humphries nannte Miami Bass, Hip-Hop-Hauspartys in Overtown, Clubs am Fluss und teure Lokale in South Beach als Beispiele für sehr verschiedene Orte, die im Spiel eine Rolle spielen könnten.

Das heißt natürlich nicht, dass GTA 6 daraus eine genaue Miami-Simulation macht. Vice City bleibt eine erfundene GTA-Stadt. Aber Rockstar scheint vermeiden zu wollen, Florida einfach auf ein paar verrückte Schlagzeilen und Strandpartys zu reduzieren.

NPCs sollen direkter reagieren

Ein wichtiger Teil dieser Arbeit sind die computergesteuerten Figuren. Laut den Angaben sollen Passanten in GTA 6 direkter auf Spieler reagieren als bisher. Gleichzeitig soll die typische GTA-Überzeichnung bleiben. Gerade die absurden Geschichten rund um den sogenannten „Florida Man“ passen schließlich ziemlich gut zu einer Reihe, die gern mit Chaos und seltsamen Leuten spielt.

Spannend ist der Versuch, beides zusammenzubringen: Die Welt soll verrückt sein dürfen, ohne nur aus Witzen über Florida zu bestehen. Michael Wiafe, der an dem Bericht mitwirkte, erklärte, das Team habe Spielern auch ein Gefühl von Entdeckung geben wollen, statt einfach bekannte Klischees zu wiederholen.

Ob das im fertigen Spiel klappt, zeigt sich erst später. Die Aussagen machen aber klar, dass Rockstar viel Aufwand in die Leute steckt, denen man zwischen Missionen begegnet. Ein eigener Standort in Los Angeles arbeitet ausschließlich an NPC-Dialogen. Dazu kommen mehr als 50 Street-Art-Künstler, die Wandbilder für ein an Wynwood angelehntes Viertel gestaltet haben.

Warum das für GTA 6 wichtig ist

Eine offene GTA-Welt funktioniert am besten, wenn du auch abseits der Hauptstory etwas entdecken kannst. Dafür braucht es nicht nur viele Autos, Läden und Aufträge. Es braucht Figuren, die nicht wie reine Platzhalter wirken, und Stadtteile, die sich unterschiedlich anfühlen.

Rockstar hat außerdem echte Rennfahrer zum Fahrverhalten der Fahrzeuge befragt. Zusammen mit den Angaben zu Dialogen, Street-Art und Recherche sieht das nach einem klaren Ziel aus: Vice City soll groß sein, aber nicht beliebig wirken.

GTA 6 ist weiterhin für den 19. November 2026 angekündigt. Bis zum Release bleibt offen, wie viel von dieser Recherche Spieler im Alltag tatsächlich merken. Die Entwicklerangaben zeigen aber, dass Rockstar seine neue Stadt nicht bloß als Kulisse für Missionen behandelt.

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