Ein weiteres, knapp fünf Minuten langes Video soll Szenen aus Grand Theft Auto 6 mit Lucia zeigen. Falls das Material echt ist, verrät es vor allem eines: Die gezeigte Version wirkt nicht wie ein fertiges Spiel.
Veröffentlicht wurde das Video von der Gruppe Cyberleek. Rockstar Games hat sich weder zu den Aufnahmen noch zu den damit verbundenen Drohungen der Gruppe öffentlich geäußert. Deshalb lässt sich nicht bestätigen, wie alt der Build ist oder ob die Szenen tatsächlich aus Grand Theft Auto 6 stammen.
Warum die Aufnahmen wohl nicht den finalen Stand zeigen
In mehreren Szenen bewegt sich Lucia durch Vice City und probiert Aktivitäten aus. Sie fährt mit einem Aufzug auf ein hohes Gebäude, springt von dort und prallt gegen eine Hauswand. Nach ihrem Tod setzt sie offenbar kurz darauf wieder oben auf dem Gebäude ein. Das deutet auf ein Kontrollpunktsystem für diese Aktivität hin.
Viel auffälliger ist aber eine andere Szene: Lucia ist zeitweise unbekleidet unterwegs, während Passanten darauf anscheinend überhaupt nicht reagieren. Gerade bei einer offenen Stadt, in der die Welt auf Aktionen der Spielfigur reagieren soll, sieht das nach einer Funktion aus, die noch fehlt oder noch nicht fertig war.
Das heißt nicht automatisch, dass jede andere Mechanik im Video unfertig ist. Es zeigt aber, wie vorsichtig man solche Ausschnitte bewerten sollte. Ein früher Build kann schon Missionen, Fahrten durch die Stadt und Kampfszenen enthalten, gleichzeitig aber noch viele Lücken bei Reaktionen der Spielwelt haben.
Ein paar Systeme sind trotzdem zu erkennen
Das Video zeigt außerdem eine Nebenmission namens „Stunt Promoter – Directed Stunt 06“. Lucia soll dabei mit einem Fallschirm Kontrollpunkte in Vice City durchfliegen, um die Kryptowährung Dacity Coin zu bewerben. Sie steht laut den Aufnahmen mit dem Unternehmen Auda-City in Verbindung.
Im freien Spiel ist Lucia in einem Oldtimer-Coupé unterwegs. Zu sehen sind auch Nahkampfaktionen wie Rückhandschläge, Ringkampfgriffe und das Drücken eines Passanten gegen eine Wand. Diese Bewegungen sollen sich von Jasons Kampfstil unterscheiden. Außerdem wird eine Einzahlung am Geldautomaten gezeigt, die offenbar auf 15.000 Dollar begrenzt ist.
Solche Details können spannend sein, aber sie sind noch keine sichere Vorschau auf das fertige GTA 6. Gerade Werte, Animationen und Reaktionen der Spielwelt können sich in der Entwicklung stark ändern.
Die Gruppe verbindet den Leak mit einer Kryptowährung
Cyberleek droht laut eigener Aussage damit, einen kompletten spielbaren Build zu veröffentlichen, wenn die hauseigene Kryptowährung eine Marktkapitalisierung von 30 Millionen US-Dollar erreicht. Die Gruppe verfolgt damit offenbar finanzielle Interessen.
Für Fans ist das neue Video also weniger ein verlässlicher Blick auf GTA 6 als ein Hinweis darauf, dass hier wahrscheinlich sehr altes oder unfertiges Material im Umlauf ist. Erst offizielle Informationen können wirklich zeigen, welche Systeme es am Ende ins Spiel schaffen.