Rockstar North nennt für GTA 6 keine feste Spielzeit. Trotzdem zeigt eine Aussage von Co-Studio-Head Rob Nelson, wie groß das Spiel gedacht ist: In einem früheren Entwicklungsstand brauchte er rund 80 Stunden für die Kampagne und einige Nebenmissionen. Das ist kein offizieller Durchschnittswert. Aber zusammen mit den neuen Angaben zu Vice City wird klar, dass Rockstar die Welt nicht nur größer machen will, sondern sie auch abseits der Hauptmissionen füllen möchte.
GTA 6 erscheint am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S. Vorher gab es bereits einen ausführlichen Gameplay-Blick mit mehr als 26 Minuten Material, den du dir hier ansehen kannst.
Vice City soll mehr sein als eine große Stadt
Laut Nelson wird Vice City selbst knapp doppelt so groß wie Los Santos aus GTA 5. Noch krasser fällt der Vergleich bei den bebauten Bereichen außerhalb der Metropole aus. Diese sollen elfmal so groß sein wie die entsprechenden Gebiete im Vorgänger.
Wichtig ist dabei: Die Karte besteht offenbar nicht einfach aus einer riesigen Stadt und ein bisschen Land drumherum. Rockstar plant mehrere kleinere Städte außerhalb von Vice City. Das kann für GTA 6 viel wichtiger sein als die reine Größe auf einer Karte. Wenn zwischen den einzelnen Orten nur leere Straßen liegen, bringt eine große Spielwelt wenig. Mehrere bebaute Gebiete können dagegen dafür sorgen, dass Fahrten, Entdeckungen und Nebenwege mehr Abwechslung haben.
Eine vollständige Karte oder genaue Details zu diesen kleineren Städten hat Rockstar bisher aber nicht gezeigt. Deshalb ist noch offen, wie unterschiedlich sich die einzelnen Orte wirklich spielen und wie viel dort tatsächlich passiert.
Rockstar will nicht alles mit Symbolen erklären
Nelson sagt außerdem, dass GTA 6 Spieler nicht zu stark an Missionsmarkern und Kartensymbolen festhalten soll. Hinweise wird es weiterhin geben, doch ein Teil der Überraschungen soll nur auffallen, wenn man selbst unterwegs ist.
Das passt zu seiner Aussage, dass Rockstar nicht jede denkbare Mechanik in das Spiel pressen möchte. Das Team wolle auswählen, was zu Jason, Lucia und ihrer Geschichte passt und was sich kreativ sowie technisch umsetzen lässt. Für Fans ist das ein gutes Zeichen, weil eine lange Liste an Aktivitäten allein noch keine spannende Open World macht. Entscheidend ist eher, ob es einen Grund gibt, kurz vom eigentlichen Ziel abzuweichen.
Nelson beschreibt als Wunsch, dass Spieler nach einem normalen Morgen im Spiel einfach nach draußen gehen und etwa Sport treiben möchten. Das klingt erstmal klein, zeigt aber die Richtung: Die Welt soll nicht nur Kulisse für Verfolgungsjagden und Missionen sein. Sie soll offenbar auch dann etwas bieten, wenn du gerade keinen großen Auftrag verfolgst.
Die 80 Stunden sind keine Versprechung
Die genannte Zeit von rund 80 Stunden sollte man nicht als feste Kampagnenlänge verstehen. Nelson hat ausdrücklich erklärt, dass sich die Dauer in einer Open World stark unterscheidet. Manche konzentrieren sich auf die Hauptgeschichte. Andere bleiben an Nebenmissionen, Erkundung oder spontanen Aktivitäten hängen.
Auch der Wert stammt aus einem früheren Build. Bis zum Release können sich Inhalte und Abläufe also noch ändern. Rockstar hat keine Angabe dazu gemacht, wie lange die reine Story dauert oder wie viel Zeit alle Nebeninhalte brauchen werden.
Trotzdem ist die Nachricht für GTA-Fans spannend. Vice City wird offenbar nicht nur größer als Los Santos, sondern soll durch weitere Städte und versteckte Entdeckungen mehr Gründe liefern, nicht immer direkt zum nächsten Missionspunkt zu fahren. Ob das im fertigen Spiel wirklich aufgeht, lässt sich erst beurteilen, wenn Rockstar mehr von diesen Orten zeigt.