Gundam Rogue Orbit soll bewusst ohne den üblichen Ballast einer langen Seriengeschichte starten. Die Entwickler wollen, dass man direkt als Pilot in die Kämpfe einsteigen kann, auch wenn man bisher keinen einzigen Gundam-Anime gesehen hat.
Dafür setzt das Spiel auf eine klare Idee: Ein Gundam tritt gegen Gegner an, die sogar größer als der Mech selbst sind. Die außerirdische Rasse Apocalypse ist dabei die Bedrohung, gegen die sich die Piloten wehren müssen. Die Handlung steht für sich und hängt nicht an den vielen früheren Werken der seit Jahrzehnten laufenden Reihe.
Ein Gundam-Spiel für neue Action-Fans
Director Serizawa Yoshiyuki nennt die immer größere Einstiegshürde als wichtigen Grund für diesen Kurs. Bei einer Marke mit sehr vielen Serien, Geschichten und Figuren kann es schnell so wirken, als müsste man erst viel nachholen. Rogue Orbit soll genau das vermeiden.
Dass das Team ein Action-Spiel entwickelt, passt dazu. Kämpfe lassen sich leichter verstehen als eine Geschichte, für die man erst dutzende alte Folgen kennen müsste. Das bedeutet nicht, dass Gundam plötzlich keine Rolle mehr spielt. Die Mobile Suits bleiben klar der Mittelpunkt. Nur die Regeln für den Einstieg werden einfacher.
Für Fans ist das spannend, weil Rogue Orbit nicht bloß eine weitere Geschichte im bekannten Ablauf sein will. Es versucht stattdessen, die Größe und Technik der Mechs über direkte Kämpfe zu zeigen. Gerade die riesigen Gegner könnten dabei helfen, dass sich ein Gundam mächtig anfühlt, ohne dass man jedes Detail der Welt kennt.
Realistische Optik statt Anime-Look
Auch optisch geht Rogue Orbit einen anderen Weg. Statt der typischen Anime-Darstellung setzt das Spiel auf einen fotorealistischen Stil. Laut dem Team soll dadurch das Metall der Mobile Suits stärker wirken. Gleichzeitig soll die ungewöhnliche Silizium-Haut von Apocalypse besser zur Geltung kommen.
Das ist mehr als nur eine neue Farbe für die Reihe. Der realistischere Look soll vor allem Spieler ansprechen, die Gundam bisher nicht kannten, aber mit Science-Fiction-Action etwas anfangen können. Ob die Optik am Ende genauso gut zu den Kämpfen passt, muss das fertige Spiel zeigen.
Anime und Spiel erzählen getrennte Geschichten
Parallel zu Gundam Rogue Orbit entsteht eine Anime-Serie unter der Regie von Kenji Kamiyama. Beide Projekte spielen im selben Setting, erzählen aber jeweils eine eigene Geschichte. Du musst den Anime also nicht schauen, um das Spiel zu verstehen. Andersherum soll auch das Spiel keine Voraussetzung für die Serie sein.
Damit zieht das Projekt seinen Plan konsequent durch: Gundam Rogue Orbit soll Neulinge nicht mit Pflichtwissen bremsen. Wer schon Fan ist, erkennt weiterhin die Mobile Suits und das Science-Fiction-Setting. Wer neu dabei ist, soll einfach loslegen können. Mehr zu den Aussagen der Entwickler steht im vollständigen Interview.