Pixel-Art-Wald mit Fluss, großem Baumhaus und einer Figur auf einem Weg am Wasser.
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Haunted Chocolatier: Warum Eric Barone sich Zeit nimmt

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Haunted Chocolatier bleibt ohne Termin für neue Infos. Eric Barone erklärt aber, warum der Erfolg von Stardew Valley die Arbeit an seinem nächsten Spiel verändert hat.

Eric Barone will Haunted Chocolatier erst dann ausführlicher zeigen, wenn das Spiel seinen eigenen Ansprüchen genügt. Einen Termin für neue Informationen nannte der Entwickler nicht. Seine Aussagen machen aber klar, warum die lange Ruhe um das Projekt nicht einfach nur Funkstille ist: Nach dem riesigen Erfolg von Stardew Valley arbeitet er heute unter völlig anderen Bedingungen.

Haunted Chocolatier ist seit Herbst 2021 bekannt. Optisch soll es zwar erneut Pixel-Art geben, spielerisch plant Barone aber eine deutlich andere Richtung. Statt eines weiteren Farming-Abenteuers beschreibt er das neue Spiel eher als Action-Rollenspiel. Gerade deshalb wäre es zu einfach, jede neue Information nur daran zu messen, ob sie wie Stardew Valley aussieht oder sich genauso spielt.

Erfolg verändert die Entwicklung

Als Barone Stardew Valley entwickelte, kannte ihn nach eigener Aussage kaum jemand. Er konnte sich Zeit nehmen, Dinge ausprobieren und ohne ein großes Publikum an seinem Projekt arbeiten. Ursprünglich sollte das Spiel vor allem seine Programmierfähigkeiten verbessern, während er nach einer neuen Arbeitsstelle suchte.

Aus diesem kleinen Vorhaben wurde ein Spiel mit mehr als 40 Millionen verkauften Einheiten. Das ist für Haunted Chocolatier eine besondere Ausgangslage. Barone entwickelt nicht mehr im Verborgenen. Viele Menschen warten auf sein nächstes Werk und bringen automatisch Erwartungen mit, auch wenn das neue Spiel bewusst einen anderen Weg einschlagen soll.

Der Entwickler sagte, dass ihm genau diese Umstellung schwerfällt. Er möchte wieder das freie Gefühl aus der Zeit von Stardew Valley erreichen. Gleichzeitig weiß er, dass Entscheidungen heute von einer großen Community beobachtet werden. Wenn etwas nicht so umgesetzt wird, wie Fans es sich wünschen, könnten viele Spieler enttäuscht sein.

Das ist keine Ankündigung, dass Haunted Chocolatier Probleme hat. Es erklärt aber, warum ein Nachfolgeprojekt nach einem solchen Erfolg nicht einfach nach derselben Formel entstehen kann. Der Druck kommt nicht nur von außen. Wer selbst erlebt hat, welchen Einfluss ein Spiel auf viele Menschen hatte, schaut vermutlich auch anders auf jedes neue Detail.

Haunted Chocolatier soll kein zweites Stardew Valley werden

Für Fans ist vor allem Barones Beschreibung als Action-Rollenspiel wichtig. Sie zeigt, dass Haunted Chocolatier nicht bloß ein neues Setting mit Schokolade und Geistern sein soll. Die Ähnlichkeit in der Pixel-Optik kann Erwartungen wecken, doch beim Spielablauf möchte sich Barone offenbar klarer absetzen.

Das kann eine gute Nachricht sein, gerade weil Stardew Valley so erfolgreich war. Ein neues Spiel hat mehr Chancen, eine eigene Idee zu entwickeln, wenn es nicht jede bekannte Mechanik wiederholen muss. Gleichzeitig wird der Vergleich kaum verschwinden. Spieler werden bei jeder neuen Szene wahrscheinlich darauf achten, was vertraut wirkt und was wirklich neu ist.

Bisher gibt es keine Antwort darauf, wie groß dieser Unterschied am Ende sein wird. Barone hat keine weiteren Details dazu genannt, welche Systeme oder Kämpfe das Action-Rollenspiel genau ausmachen sollen. Deshalb sollte man aus der Genrebezeichnung noch kein fertiges Bild vom Spiel ableiten.

Geduld ist momentan die einzige feste Ansage

Barone will sich die Zeit nehmen, bis er mit Haunted Chocolatier zufrieden genug ist, um es einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen. Das bedeutet auch: Weder ein neuer Trailer noch ein Veröffentlichungstermin lassen sich aus seinen Aussagen ableiten.

Für wartende Fans ist das natürlich nicht besonders konkret. Trotzdem ist die Botschaft klarer als ein leeres Versprechen. Haunted Chocolatier entsteht unter großem Interesse, aber Barone möchte nicht allein wegen dieses Interesses etwas zeigen, das für ihn noch nicht weit genug ist. Bis es neue Einblicke gibt, bleibt vor allem spannend, wie deutlich sich das Spiel tatsächlich von Stardew Valley lösen wird.

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