Grafikvergleich einer Frau in Kingdom Come Deliverance mit verschiedenen DLSS-5-Einstellungen über einer mittelalterlichen Schlachtszene mit Rittern und Burg.
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Kingdom Come Deliverance 2: Vávra erklärt seinen DLSS-5-Vergleich

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Daniel Vávra zeigt DLSS 5 an einer Figur aus Kingdom Come: Deliverance 2. Sein Vergleich erklärt auch, warum zu viel Detail schnell künstlich wirken kann.

Daniel Vávra hat einen neuen Bildvergleich zu DLSS 5 in Kingdom Come: Deliverance 2 veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht Katherine, eine Figur, die von der tschechischen Schauspielerin Kristýna Leichtová verkörpert wird. Der Entwickler will mit den vier Bildern zeigen, dass die Technik nicht einfach neue Gesichtszüge erfindet, sondern vorhandene Details im Modell und in den Texturen sichtbarer machen kann.

Der Vergleich stellt ein Foto der Schauspielerin neben die reguläre Spielfigur, eine von Vávra als optimal bezeichnete DLSS-5-Darstellung und ein absichtlich überzogenes Beispiel. Sein Punkt ist klar: Nicht jedes extrem scharfe oder stark nachbearbeitete Bild steht für die Qualität der Technik. Entscheidend sei, ob Beleuchtung und Details noch zu der Figur passen.

Was Vávras Vergleich zeigen soll

Laut Vávra wirken vor allem Nase, Augen, Haare, kleine Schatten und die Konturen am Hals in der dritten Darstellung natürlicher. Er beschreibt DLSS 5 als Verfahren, das Informationen hervorheben könne, die im Spiel bereits vorhanden seien, durch die bisherige Beleuchtung aber kaum zur Geltung kämen.

Das ist für den Vergleich wichtiger als die reine Frage, ob ein Bild möglichst viele sichtbare Details hat. Eine Spielfigur kann technisch sehr fein aussehen und trotzdem nicht überzeugend wirken, wenn Licht und Gesichtszüge nicht mehr zusammenpassen. Vávra verbindet seine Kritik deshalb auch mit Bildern, die nach dem Zugriff von Moddern auf eine DLSS-5-Datei aufgetaucht sind. Das vierte Bild seines Beispiels nennt er bewusst eine übertriebene Variante, bei der sämtliche Regler zu weit aufgedreht wurden.

Den vollständigen Vergleich hat Vávra in seinem Beitrag auf X veröffentlicht. Er ist keine allgemeine Messung der Bildqualität, sondern seine eigene Demonstration an einer einzelnen Figur. Trotzdem macht er gut sichtbar, worüber bei der neuen Technik gerade gestritten wird: über ein Bild, das mehr Details zeigt, ohne dabei künstlich auszusehen.

Mehr Realismus kann auch komisch wirken

Vávra sieht die möglichen Probleme selbst. Sehr realistische Gesichter können in einen Bereich geraten, in dem Figuren fast menschlich, aber trotzdem seltsam wirken. Er verweist dabei auf den bekannten Effekt von Fernseh-Bildinterpolation, durch den Filme für manche Menschen wie günstig produzierte Serien aussehen können.

Bei Gesichtern ist das besonders auffällig. Wenn Haut, Haare und Schatten stärker herausgearbeitet werden, verändert das schnell den Eindruck einer Figur. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Darstellung schlechter ist. Es zeigt aber, warum ein einzelnes Standbild nicht alles klärt. Für Spieler zählt am Ende auch, wie eine Figur in Bewegung, bei wechselndem Licht und in unterschiedlichen Szenen aussieht.

Warum das Team die Technik früh kennen müsste

Nach Vávras Aussage hätte sein Team Modelle anders geplant, wenn DLSS 5 schon zwei Jahre früher verfügbar gewesen wäre. Dann hätte man Figuren direkt auf die Schatten und die Beleuchtung ausrichten können, die mit dem Verfahren möglich werden. Das dritte Bild komme deshalb näher an die Lichtstimmung heran, die er für Kingdom Come: Deliverance 2 ursprünglich erreichen wollte.

Damit beschreibt er DLSS 5 nicht nur als spätere Grafikoption. Für ihn kann die Technik Einfluss darauf haben, wie Figuren und Licht von Anfang an gestaltet werden. Ob das Ergebnis im fertigen Spiel für alle besser aussieht, bleibt natürlich Geschmackssache. Vávras Bilder zeigen aber deutlich, dass es ihm nicht um möglichst glatte Gesichter geht, sondern um Details, die mit der gewünschten Beleuchtung besser sichtbar werden.

Offiziell unterstützt bislang nur NBA 2K27 DLSS 5. Als weitere Spiele sind Resident Evil Requiem, Starfield und Hogwarts Legacy genannt. Die Funktion läuft bisher auf GeForce-RTX-50-Grafikkarten für Desktop-PCs und Laptops, von der 5050 bis zur 5090.

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