Farbenfrohe Lego-Landschaft mit rotem Haus, Figuren, Bäumen, Fluss und Straße
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Lego Skylines verbindet freie Bauideen mit echter Stadtplanung

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Lego Skylines verbindet freie Bauideen mit Strom, Wasser und Müllabfuhr. Die Plattformen stehen fest, ein Termin fehlt aber noch.

Paradox Interactive hat Lego Skylines bei der Gamescom Opening Night Live offiziell angekündigt. Das neue Aufbauspiel verbindet die Stadtplanung von Cities: Skylines mit einer vollständig aus Lego-Steinen gestalteten Umgebung. Iceflake Studios entwickelt den Titel für PlayStation 5, Xbox Series X/S, Nintendo Switch 2 und PC über Steam.

Ein Erscheinungstermin fehlt allerdings noch. Paradox nannte nicht einmal ein ungefähres Zeitfenster. Damit kennen wir bereits die Plattformen und einige zentrale Aufgaben, können aber noch nicht einschätzen, wann aus der Ankündigung ein fertiges Spiel wird.

Freies Bauen braucht eine funktionierende Stadt

Lego Skylines soll nicht allein davon leben, dass Gebäude wie große digitale Lego-Sets aussehen. Spieler müssen sich zugleich um die grundlegende Versorgung ihrer Stadt kümmern. Bestätigt sind Strom, Wasser, Nahrung, Kanalisation und Müllabfuhr. Auch Wohnraum, Arbeitsplätze und Parks gehören zur Planung.

Diese Mischung ist entscheidend. Eine frei entworfene Stadt kann noch so charmant aussehen, sie muss innerhalb der vorgesehenen Systeme trotzdem funktionieren. Genau darin liegt der interessanteste Teil der Ankündigung: Die vertraute Freiheit beim Bauen wird mit Aufgaben verbunden, die Entscheidungen und langfristige Planung verlangen.

Der Publisher verspricht keine feste Bauvorgabe. Stattdessen sollen sowohl große Metropolen als auch ungewöhnliche kleine Orte möglich sein. Eine umfangreiche Auswahl an Gebäuden und Dekorationen soll dabei helfen, den eigenen Entwurf zu gestalten. Wie tief die einzelnen Versorgungssysteme tatsächlich reichen, geht aus den bisher bekannten Informationen jedoch nicht hervor.

Der Trailer zeigt den Wechsel vom Dorf zur Stadt

Das erste Video wurde vollständig in der Spiel-Engine erstellt. Darin werden Häuser aus Lego-Steinen direkt in der Umgebung platziert. Aus einer zunächst kleinen Siedlung entsteht später eine deutlich größere Stadt. Außerdem ist ein Hausbrand zu sehen.

Damit vermittelt die Vorstellung bereits, dass Lego Skylines nicht nur ein statischer Baukasten sein soll. Städte wachsen, benötigen Infrastruktur und können mit Ereignissen konfrontiert werden. Welche Folgen solche Zwischenfälle haben und wie Spieler darauf reagieren, wurde bislang nicht genauer erklärt.

Für die Entwicklung ist das finnische Iceflake Studios verantwortlich. Das Team gehört seit 2020 zu Paradox Interactive und hat zuvor unter anderem Surviving the Aftermath entwickelt. Paradox selbst steht hinter der Cities: Skylines-Reihe. Die Verbindung zwischen Studio, Publisher und Genre ist also klar, auch wenn Lego Skylines als eigenständiger Titel angekündigt wurde.

Eine freundliche Optik allein reicht nicht

Die Lego-Gestaltung macht komplexen Städtebau auf den ersten Blick leichter lesbar. Gebäude, Straßen, Bäume und Figuren lassen sich deutlich voneinander unterscheiden, während das Platzieren einzelner Elemente unmittelbar sichtbar wird. Ob daraus auch ein verständlicher Einstieg in die Versorgungssysteme entsteht, lässt sich anhand des Trailers noch nicht beantworten.

Iceflake betont bei der Ankündigung die persönliche Verbindung des Teams zu Lego und möchte den Spielern möglichst viel Raum für eigene Ideen geben. Auch die Lego Group formuliert einen hohen Anspruch: Das Projekt soll nicht bloß ein Städtebauer mit bekannten Steinen werden, sondern innerhalb des Genres überzeugen.

Das ist eine klare Richtung, aber noch kein Beleg für die spielerische Tiefe. Offen bleiben unter anderem der genaue Umfang und die Frage, wie anspruchsvoll die Verwaltung der wachsenden Städte ausfällt. Gerade diese Punkte werden bestimmen, ob Lego Skylines eher als entspannter Baukasten oder als umfangreiche Städtebausimulation funktioniert.

Vorerst steht deshalb die ungewöhnliche Kombination im Mittelpunkt: Ein verspieltes Bausystem trifft auf Stromnetze, Abwasser, Jobs und Müllentsorgung. Wer das Projekt verfolgen möchte, kann Lego Skylines bereits im PlayStation Store auf die Wunschliste setzen. Wann tatsächlich gebaut werden darf, hat Paradox noch nicht verraten.

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