Marvel’s Wolverine ist für PS5 bereits wenige Wochen nach dem Start deutlich günstiger erhältlich. Die Disk-Version kostet bei MediaMarkt derzeit 44,99 Euro statt 79,99 Euro. Das entspricht einem Preisnachlass von 43 Prozent. Bei einer Online-Bestellung kommen allerdings 4,99 Euro Versandkosten hinzu, sodass der Gesamtpreis bei 49,98 Euro liegt.
Für ein großes, exklusiv für PS5 erschienenes Actionspiel ist dieser schnelle Rückgang auffällig. Er verändert vor allem die Rechnung für Leute, die Logans neues Abenteuer nicht direkt zum Vollpreis kaufen wollten. Gleichzeitig beantwortet der niedrigere Preis nicht die wichtigere Frage, ob die bekannten Schwächen für den eigenen Geschmack schwer wiegen.
Der Rabatt trifft auf ein Spiel mit gemischter Kritik
Marvel’s Wolverine erschien am 15. September 2026 für PS5. Die internationale Kritik fällt nicht einheitlich aus: Bei Metacritic liegt der Titel aktuell bei einem Metascore von 76 Punkten.
Gelobt wurden vor allem die technische Umsetzung und die Geschichte. Kritik gab es dagegen am linearen Aufbau und an Kämpfen, die sich stellenweise wiederholen sollen. Das sind zwei Punkte, die sich durch einen niedrigeren Preis nicht einfach erledigen. Wer gerade von einem Wolverine-Spiel viel Freiheit beim Erkunden oder besonders abwechslungsreiche Gefechte erwartet, sollte deshalb nicht nur auf den Rabatt schauen.
Andersherum kann die neue Preisgrenze den Einstieg für Spieler interessanter machen, die vor allem eine konzentrierte Einzelspieler-Geschichte suchen. Der Abstand zum ursprünglichen Preis ist groß genug, dass sich die Erwartung an Umfang und Wiederspielwert vermutlich anders anfühlt als zum Start.
Eine viel diskutierte Hilfe lässt sich inzwischen abschalten
Insomniac Games hat kurz nach der Veröffentlichung außerdem auf einen konkreten Kritikpunkt reagiert. Mit Update 1.001.006 können Spieler Logans Mutantensinne vollständig deaktivieren.
Gemeint ist unter anderem die Duftspur, die automatisch den Weg zum nächsten Ziel zeigen konnte. Diese Hilfe kam nicht bei allen gut an, weil sie das eigenständige Suchen und Orientieren stark vereinfachte. Dass sie nun abschaltbar ist, macht aus dem grundsätzlich linearen Aufbau kein offeneres Spiel. Aber es gibt Spielern mehr Kontrolle darüber, wie deutlich das Spiel sie durch seine Abschnitte führt.
Das ist besonders relevant, weil solche Komfortfunktionen sehr unterschiedlich wirken können. Manche möchten nach einem Kampf direkt wissen, wohin es weitergeht. Andere wollen Hinweise lieber selbst zusammensetzen und eine Umgebung ohne dauernde Wegführung erkunden. Die neue Option lässt beide Spielweisen eher nebeneinander bestehen.
Spieler urteilen bislang freundlicher
Im PlayStation Store steht Marvel’s Wolverine derzeit bei einer Nutzerwertung von 4,68 Sternen. Damit fällt das direkte Feedback der Spielerschaft besser aus als die gemischten Fachwertungen erwarten lassen würden. Nutzerwertungen und Kritiken messen aber nicht dasselbe: Die einen zeigen, wie zufrieden Käufer im Moment sind, die anderen achten stärker auf Aufbau, Technik und Gestaltung über das ganze Spiel hinweg.
Für Interessierte ergibt sich dadurch kein eindeutiges Gesamtbild, aber ein nützliches. Marvel’s Wolverine scheint bei vielen Spielern trotz seiner kritisierten Punkte gut anzukommen. Wer bislang wegen der Diskussion über Linearität, repetitive Kämpfe oder die Zielhilfe gezögert hat, erhält nun einen niedrigeren Einstiegspreis und zumindest bei den Mutantensinnen eine zusätzliche Einstellungsmöglichkeit.
Wie erfolgreich das Spiel wirtschaftlich tatsächlich ist, bleibt offen. Sony Interactive Entertainment und Insomniac Games haben sich bislang nicht zu Verkaufszahlen geäußert. Erste Daten von Circana deuten zwar auf einen starken Start in den USA hin. Eine unbestätigte Schätzung von Alinea Analytics spricht zudem von knapp 1,9 Millionen verkauften Exemplaren in den ersten drei Tagen. Solche Zahlen sollten jedoch vorsichtig behandelt werden, solange es keine offiziellen Angaben gibt.