Marvel’s Wolverine im gelb-schwarzen Anzug mit ausgefahrenen Krallen in einer dunklen, regnerischen Stadt.
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Marvel’s Wolverine: Verkaufsschätzung zeigt starken Start

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Marvel’s Wolverine startet laut einer Marktanalyse mit geschätzt 1,9 Millionen Verkäufen in drei Tagen. Die Zahlen sind nicht offiziell, zeigen aber, wie stark Vorbestellungen und die Marvel-Marke den Start tragen.

Marvel’s Wolverine soll sich nach ersten Schätzungen in nur drei Tagen rund 1,9 Millionen Mal verkauft haben. Das wäre ein sehr starker Start für den PS5-exklusiven Titel, obwohl die Reaktionen auf das Spiel deutlich gemischter ausfallen als bei früheren Insomniac-Veröffentlichungen.

Die Zahlen sind keine offiziellen Angaben von Sony oder Insomniac, sondern stammen von Alinea Analytics. Gerade deshalb sollte man sie als frühe Marktanalyse lesen, nicht als endgültige Bilanz. Trotzdem zeigen sie bereits etwas Wichtiges: Die Diskussion über Wertungen und Kritik im Netz entscheidet nicht allein darüber, ob ein großes Superheldenspiel zum Verkaufsstart viele Menschen erreicht.

Ein Launch, der stark von Vorbestellungen getragen wird

Laut der Schätzung entfielen etwa eine Million der 1,9 Millionen Verkäufe auf digitale Vorbestellungen. Das erklärt einen Teil der hohen Zahl: Marvel’s Wolverine war vor dem Start für viele PS5-Spieler offenbar längst eine feste Kaufentscheidung.

Das Spiel soll in diesem Zeitraum rund 130 Millionen US-Dollar Umsatz erzielt haben. Der physische Anteil lag demnach bei 22,9 Prozent. Digitalverkäufe waren also klar wichtiger. Für die erste Woche nach einem großen Konsolenstart ist das keine unwichtige Beobachtung, denn Vorbestellungen und digitale Käufe machen die unmittelbare Resonanz sichtbar, sagen aber noch wenig darüber aus, wie lange ein Titel im Gespräch und in den Verkaufscharts bleibt.

Im Vergleich zu weiteren PlayStation-Studios-Veröffentlichungen des Jahres liegt Wolverine nach diesen Daten vorn. Ghost of Yotei soll in den ersten drei Tagen auf 121,9 Millionen US-Dollar gekommen sein, Death Stranding 2 auf 51,7 Millionen US-Dollar. An Marvel’s Spider-Man 2 reicht Wolverine allerdings nicht heran: Der ebenfalls von Insomniac entwickelte Vorgänger überschritt schon am ersten Tag 2,5 Millionen Verkäufe.

Das ist ein sinnvoller Maßstab, aber kein einfacher. Spider-Man ist als Marke breiter etabliert, und Wolverine startet zudem unter anderen Bedingungen. Ein Platz hinter diesem Ausnahmeerfolg macht die geschätzten 1,9 Millionen Einheiten nicht klein.

Kritik und Verkaufserfolg können gleichzeitig stimmen

Bei den ersten Tests erreichte Marvel’s Wolverine einen Metascore von 77 Punkten. Gleichzeitig gab es in sozialen Netzwerken Kritik an einem als altmodisch empfundenen Leveldesign und einem stärker geführten Spielablauf. Die Verkaufsdaten widerlegen diese Kritik nicht. Sie zeigen nur, dass sie den Start nicht verhindert hat.

Das ist bei großen Marken besonders deutlich. Wer Wolverine wegen der Figur, der Marvel-Welt oder wegen Insomniacs Spider-Man-Spielen kaufen möchte, trifft diese Entscheidung oft lange vor einer ausführlichen Bewertung. Die geschätzten Käuferdaten passen dazu: Mehr als 82 Prozent der Käufer sollen bereits Marvel’s Spider-Man gespielt haben, mehr als 70 Prozent Marvel’s Spider-Man 2.

Damit erreicht das Spiel offenbar vor allem Menschen, die mit Insomniacs bisherigen Marvel-Abenteuern schon vertraut sind. Bei den derzeit aktiven Spielern von Wolverine finden sich laut Analyse außerdem viele Nutzer von Fortnite, Marvel Rivals, GTA 5, Roblox und EA Sports FC 26. Das deutet auf ein Publikum hin, das nicht nur aus besonders engagierten Diskussionsteilnehmern besteht.

Die nächsten Monate entscheiden über die Ausdauer

Ein großer Start ist noch kein Beweis für dauerhaft starke Verkäufe. Alinea-Analyst Rhys Elliott rechnet wegen der gemischten Presse damit, dass Wolverine möglicherweise weniger lange verkauft wird als die Spider-Man-Reihe. Ob das zutrifft, wird sich erst nach dem ersten Ansturm zeigen.

Für den Moment bleibt festzuhalten: Marvel’s Wolverine ist seit dem 15. September 2026 für PS5 erhältlich und hat nach den vorliegenden Schätzungen einen deutlich besseren Verkaufsbeginn hingelegt, als die laute Kritik vermuten ließ. Entscheidend wird nun sein, ob die Marke auch nach den Vorbestellungen und den ersten Tagen genügend neue Spieler erreicht.

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