Der neue Gameplay-Trailer zu Metro 2039 zeigt Stranger bei einer Mission in einem von Novoreich besetzten Moskau. Besonders wichtig ist dabei ein Ort, der bisher nicht im Mittelpunkt stand: die Station Sevastopolskaya. Sie soll Schutz bieten, ist aber zugleich ein Propagandazentrum des Regimes.
Der rund zweiminütige Trailer heißt „Renegade“ und wurde während der gamescom Opening Night Live gezeigt. Er gibt mehr Einblicke in die Hauptfigur The Stranger, in Kämpfe mit verschiedenen Waffen und in die Wege, die durch Moskau führen. Dabei bleibt die Welt nicht nur unter der Erde. Auch die zerstörte Oberfläche spielt in den Szenen eine Rolle.
Sevastopolskaya ist mehr als eine U-Bahn-Station
Die Metro-Reihe lebt davon, dass ihre Stationen nicht einfach nur Zwischenstopps sind. Sie sind Orte, an denen Menschen unter schwierigen Bedingungen leben, handeln und um Macht kämpfen. Genau deshalb ist Sevastopolskaya im neuen Trailer interessant.
Die Station wird als zentrale Zuflucht gezeigt, gleichzeitig aber auch als Ort, an dem Novoreich seine Propaganda verbreitet. Das macht sie für Strangers Auftrag wichtig. Er bewegt sich nicht bloß durch verlassene Tunnel, sondern dringt in einen Bereich vor, den das Regime kontrolliert. Für Spieler könnte das bedeuten, dass die Station nicht nur Kulisse für einen kurzen Kampf ist, sondern ein Schauplatz, an dem die Lage in Moskau genauer sichtbar wird.
Der Trailer zeigt bedrückende Gänge unter der Erde und die zerstörte Welt darüber. Dieser Wechsel gehört weiterhin klar zum Spiel: In den Tunneln ist der Weg eng und gefährlich, an der Oberfläche wirkt die Umgebung offen, aber kaum sicherer. Die gezeigten Gefechte und Schleichpassagen passen dazu. Stranger kann sich also offenbar nicht allein auf Feuergefechte verlassen, wenn er in das besetzte Moskau eindringen will.
Der Trailer zeigt Strangers Aufgabe, aber nicht seine ganze Geschichte
The Stranger steht diesmal deutlich stärker im Mittelpunkt als zuvor. Bekannt ist, dass ihn Erinnerungen an seine Vergangenheit verfolgen. Er lebt zurückgezogen in der Wildnis, wird von diesen Erinnerungen eingeholt und kehrt dadurch in die dunkle Vergangenheit zurück.
Der neue Trailer verbindet diesen persönlichen Teil mit dem größeren Konflikt in Moskau. Stranger infiltriert das von Novoreich besetzte Gebiet, doch wie genau seine Vergangenheit und seine Mission zusammenhängen, erklärt das Material noch nicht vollständig. Das ist wahrscheinlich auch besser so: Der Trailer liefert einen Grund, warum Stranger wieder in die gefährliche Stadt muss, nimmt der Geschichte aber nicht jede offene Frage vorweg.
Die Handlung von Metro 2039 spielt 25 Jahre nach einem verheerenden Atomkrieg. Die Überlebenden kämpfen weiterhin um Macht. Novoreich ist damit nicht einfach eine Gegnergruppe für die nächsten Schusswechsel, sondern Teil eines Moskaus, in dem selbst vermeintlich geschützte Orte unter der Kontrolle eines Regimes stehen können.
Atmosphäre bleibt ein klares Versprechen
4A Games sagt, dass Metro 2039 das Beste der bisherigen Reihe zusammenbringen soll. Gleichzeitig sollen Atmosphäre und Erzählung weiterentwickelt werden. Der Trailer zeigt zumindest, in welche Richtung das gehen könnte: kaputte Gebäude, dunkle Tunnel, bewaffnete Konflikte und eine Station, die Schutz verspricht, aber offenbar selbst Teil der Gefahr ist.
Ob das Spiel diese Spannung über die gezeigten Szenen hinaus halten kann, lässt sich aus einem kurzen Trailer natürlich noch nicht sagen. Klarer wird aber, dass Sevastopolskaya ein wichtiger Knotenpunkt der Geschichte werden könnte. Gerade dort treffen Strangers persönlicher Weg, die Besatzung Moskaus und die bekannte Enge der Metro-Welt direkt aufeinander.
Auf der gamescom ist am Stand von Deep Silver in Halle 9.1 eine spielbare Demo angekündigt. Metro 2039 soll im Februar 2027 für PS5, PC und Xbox Series X/S erscheinen.