Minato kommt am 10. September 2026 als neuer DLC-Charakter für Dead or Alive 6 Last Round. Sie ist keine Rückkehrerin aus der Reihe, sondern wurde komplett neu für das Spiel entworfen. Ihr Kampfstil soll dabei zwei Gruppen gleichzeitig ansprechen: Wer gerade erst einsteigt, soll schnell zu brauchbaren Angriffen kommen. Fortgeschrittene können mit ihren Folgeschlägen aber deutlich mehr ausprobieren.
Das ist wahrscheinlich die spannendste Information an Minato. Neue Figuren sind in Kampfspielen oft entweder leicht zu verstehen oder sehr kompliziert. Team Ninja beschreibt Minato dagegen als Kämpferin, deren Grundidee direkt wirkt, die aber Raum für eigene Kombinationsideen lässt.
Ein Tanzschritt wird zum wichtigen Werkzeug
Minato nutzt Drehungen mit vertikalen und horizontalen Angriffen. Dazu kommt der Minato Shuffle, ein Tanzschritt, der aus bestimmten Attacken heraus ausgelöst werden kann. Er ist nicht nur eine besondere Animation: Aus dem Schritt können mehrere starke Folgeangriffe entstehen.
Für neue Spieler klingt das erst einmal angenehm, weil der Stil klar erkennbar ist. Man soll nicht lange rätseln müssen, welche Bewegungen zu Minato gehören. Gerade Drehungen und der Shuffle geben ihr eine eigene Richtung, statt dass sie einfach wie eine weitere Figur mit ähnlichen Standardkombos wirkt.
Wichtiger wird der Shuffle aber, wenn man mehr Zeit mit ihr verbringt. Laut Serienproducer Yosuke Hayashi brauchen die möglichen Folgeangriffe ein gutes Gefühl für eigene Kombinationen. Es reicht also nicht, immer dieselbe Eingabe zu wiederholen. Wer ihre Optionen lernen will, muss herausfinden, wann der Tanzschritt nach einem Angriff sinnvoll ist und welche Fortsetzung zur Situation passt.
Das kann Minato zu einer Figur machen, die am Anfang leicht Spaß bringt, aber nicht sofort ausgereizt ist. In einem Prügelspiel ist das viel wert. Ein Charakter sollte nicht nach ein paar Runden komplett erklärt sein, nur weil seine ersten Angriffe einfach funktionieren.
Ihre Geschichte erklärt die ungewöhnlichen Techniken
Minato wird als Schülerin aus Tokio vorgestellt, die nach außen fröhlich und beliebt wirkt. Gleichzeitig bleibt vieles an ihr offen: Sie lebt nicht bei ihren Eltern, verschwindet nach der Schule oder am Wochenende oft hastig und schreibt auf ihrem Smartphone mit NiCO.
Auch ihr Weg zum Kampf hat mit Tanz zu tun. Bei ihrem ersten Auftritt gewann sie laut den Angaben direkt einen Wettbewerb auf hohem Niveau und erhielt den Spitznamen „Tokyo JK“. Rhythmusgefühl, Athletik und das Lesen anderer Menschen sollen sich dann in ihrem Kampfstil zeigen.
Eine besondere Rolle spielt ein Gerät, das wie eine Kontaktlinse funktioniert und von NiCO entwickelt wurde. Es übersetzt die Bewegungen anderer Kämpfer in Signale, die Minatos Körper nachahmen kann. Deshalb kann sie Techniken anderer Teilnehmer des Turniers einsetzen. Das passt zu ihrer offenen Rolle in der Geschichte: Sie gehört keiner der bekannten Fraktionen der Serie an, und ihre eigentlichen Absichten bleiben zunächst unklar.
Team Ninja setzt auf eine neue Figur statt auf Nostalgie
Bei der Gestaltung wollte Team Ninja laut Hayashi bewusst kein übliches Genre-Klischee wiederholen. Das Studio beschreibt Minato als positiv und nahbar, besonders auch für Leute, die neu bei der Reihe sind. Dass sie keiner Fraktion zugeordnet ist, lässt ihr außerdem Platz für eine eigene Geschichte, statt sie sofort an einen bestehenden Konflikt zu hängen.
Ob ihre Kämpfe im Spiel wirklich so leicht zu lernen und gleichzeitig so vielseitig sind, zeigt sich erst nach dem Release. Die Grundidee ist aber klar: Minato soll nicht nur wegen ihres Designs auffallen. Ihr Shuffle und die daraus entstehenden Angriffe geben ihr ein System, mit dem Anfänger loslegen und erfahrene Spieler weiter tüfteln können.
Dead or Alive 6 Last Round ist für PS5, Xbox Series X/S und PC über Steam erhältlich. Team Ninja deutet außerdem an, dass Minato nicht der letzte neue Zugang zur Reihe bleiben soll. Weitere Details zur Figur stehen im offiziellen PlayStation-Blog.