Call of Duty: Modern Warfare 4 soll die Geschichte der aktuellen Modern-Warfare-Reihe zu einem klaren Ende führen. Infinity Ward bezeichnet die Kampagne laut Narrative Director Jeff Negus als bewusst abschließende Erzählung. Ob Captain Price und weitere bekannte Figuren damit dauerhaft verschwinden, ist trotzdem nicht entschieden.
Das ist die wichtigste Einschränkung hinter dem Wort „Finale“. Für die Kampagne verspricht Infinity Ward einen Abschluss. Für die langfristige Zukunft von Modern Warfare gibt es dagegen offenbar noch keinen festen Plan. Modern Warfare 4 erscheint am 23. Oktober 2026 für PS5, Xbox Series X/S, Switch 2 und PC.
Ein Abschluss war nicht von Beginn an fest geplant
Die vier Spiele der neu gestarteten Modern-Warfare-Reihe wurden nicht als komplett durchgeplante Geschichte entwickelt. Negus erklärte, dass es seit dem Reboot von 2019 keinen langfristigen Plan für einen Handlungsbogen über alle Teile gegeben habe. Die Reihe sei vielmehr Stück für Stück weiterentwickelt worden, nachdem vorherige Spiele die Grundlage dafür gelegt hatten.
Das erklärt auch, warum das Ende von Modern Warfare 3 offenbar nicht schon endgültig festlegte, wie es mit allen Figuren weitergeht. Infinity Ward nutzte die Folgen dieses Spiels stattdessen für den nächsten Schritt. In Modern Warfare 4 gerät Captain Price laut Negus in eine neue Lage und arbeitet unter anderem mit Valeria zusammen.
Für Spielerinnen und Spieler ist das mehr als eine kleine Produktionsnotiz. Es bedeutet, dass Modern Warfare 4 nicht einfach nur ein Kapitel abschließt, das seit Jahren auf genau dieses Ende zulief. Das Team wollte offenbar aus den bereits erzählten Ereignissen einen passenden Schlusspunkt formen. Gerade deshalb dürfte die Kampagne stärker davon abhängen, ob ihre offenen Konflikte wirklich sauber aufgelöst werden.
Die Kampagne endet, die Marke vielleicht nicht
Activision hatte Modern Warfare 4 bereits als Abschluss der jüngsten Modern-Warfare-Reihe bezeichnet. Negus formulierte ähnlich deutlich, als er sagte, Infinity Ward habe versucht, eine definitive und abschließende Geschichte zu erzählen. Das ist eine klare Ansage für den Inhalt der Kampagne.
Eine endgültige Aussage über ein mögliches Modern Warfare 5 ist das aber nicht. Auf die Frage, ob Price oder andere bekannte Figuren bei großem Erfolg zurückkehren könnten, sagte Negus nur, dass er es nicht wisse. Damit bleibt die Lage offen: Die aktuelle Geschichte kann enden, auch wenn Activision den Namen Modern Warfare irgendwann erneut verwenden sollte.
Diese Trennung ist wichtig. Ein erzählerischer Abschluss schützt die Kampagne davor, nur als Vorbereitung für den nächsten Cliffhanger zu wirken. Gleichzeitig kann niemand aus den bisherigen Aussagen ableiten, dass die Marke dauerhaft beendet wird. Die Entscheidung über ein späteres Wiedersehen mit Task Force 141 scheint nicht getroffen zu sein.
Ein neues Subfranchise verändert den Blick auf Modern Warfare
Zusätzlich arbeitet Activision nach eigenen Angaben an einem neuen Subfranchise außerhalb von Modern Warfare und Black Ops. Das macht es plausibel, dass die Reihe nach dem vierten Teil zunächst nicht direkt weitergeführt wird. Bestätigt ist eine längere Pause jedoch nicht.
Für Modern Warfare 4 liegt der Fokus damit erst einmal auf der eigenen Kampagne. Digitale Vorbesteller konnten bereits früher in die Geschichte starten. Der Vorabzugriff soll außerdem in eine zweite Phase gehen und dann den neuen DMZ-Modus freischalten.
Ob Modern Warfare 4 sein versprochenes Finale tatsächlich überzeugend erzählt, lässt sich erst nach dem vollständigen Release beurteilen. Fest steht bisher nur: Infinity Ward will diese Version der Geschichte abschließen, ohne eine spätere Rückkehr von Call of Duty: Modern Warfare sicher auszuschließen.