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Netflix sieht Mobile-Games als Start fürs Cloud-Gaming

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Netflix bleibt offenbar bei Games. Die Mobile-Spiele im Abo sollen für das Unternehmen vor allem der Start ins Cloud-Gaming sein.

Netflix will offenbar nicht aus dem Spielegeschäft verschwinden. Co-CEO Ted Sarandos sagte bei einer Veranstaltung, er gehe davon aus, dass das Unternehmen auch in fünf Jahren noch mit Games zu tun haben wird. Besonders wichtig ist ihm dabei wohl nicht der heutige Mobile-Katalog, sondern Cloud-Gaming.

Sarandos bezeichnete die mobilen Spiele bei Netflix als Einstieg in dieses Feld. Das ist eine deutlichere Richtung als viele frühere Aussagen des Unternehmens. Netflix bietet bereits Spiele ohne Werbung innerhalb der Mitgliedschaft an, darunter Red Dead Redemption und RollerCoaster Tycoon Touch.

Mobile-Spiele sollen offenbar nicht das Endziel sein

Für Spieler ist das vor allem deshalb interessant, weil Netflix seine Games bisher oft wie einen Zusatz zur Streaming-Mitgliedschaft behandelt hat. Man lädt sie auf Mobilgeräten herunter und spielt sie dort. Sarandos sieht darin aber anscheinend eher einen ersten Schritt.

Beim Cloud-Gaming läuft ein Spiel nicht direkt auf der eigenen Konsole oder dem Handy, sondern über Server. Wenn Netflix diesen Weg weiterverfolgt, könnte der Dienst Spiele irgendwann ähnlich direkt anbieten wie Serien und Filme. Wie das konkret aussehen soll, hat Sarandos allerdings nicht erklärt.

Er sprach von einer Welt nach den Konsolen. Das heißt nicht, dass Netflix ein Ende von PlayStation, Xbox oder anderer Hardware angekündigt hätte. Es zeigt nur, worauf das Unternehmen langfristig setzt: Spiele sollen möglicherweise weniger an ein bestimmtes Gerät gebunden sein.

Nach den Studio-Schließungen wird die Richtung klarer

Netflix hatte im Gaming-Bereich schon größere Pläne. Das Unternehmen wollte zeitweise eigene große Spiele entwickeln lassen und holte dafür erfahrene Entwickler ins Haus. Später wurden diese Vorhaben gestoppt, Studios geschlossen und viele Mitarbeitende entlassen.

Dadurch wirkte Netflix’ Kurs bei Spielen lange unklar. Die neuen Aussagen geben zumindest einen Hinweis: Statt selbst viele aufwendige Produktionen aufzubauen, könnte das Unternehmen stärker auf den Zugang zu Spielen über seine Plattform setzen.

Auch Take-Two-Chef Strauss Zelnick erwartet laut seiner jüngsten Prognose einen baldigen kommerziellen Durchbruch von Spiele-Streaming. Er rechnet damit innerhalb von drei Jahren. Das ist keine Bestätigung für Netflix’ Pläne, zeigt aber, dass große Firmen weiter auf diese Technik schauen.

Für Netflix-Mitglieder ändert sich dadurch noch nichts direkt. Spannend wird erst, ob aus Sarandos’ grober Ansage ein konkretes Angebot wird, etwa mit klar unterstützten Geräten und Spielen, die nicht nur auf dem Handy laufen.

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