Düsterer Flur mit gelben Wänden, altem Röhrenfernseher und einer leicht geöffneten Tür, hinter der eine unheimliche Gestalt zu sehen ist.
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OD: Kojima erklärt die lange Stille um sein Horrorspiel

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

OD ist nicht eingestellt. Hideo Kojima erklärt, warum er sein Horrorspiel absichtlich kaum zeigt und was bei den laufenden Aufnahmen noch offen ist.

Hideo Kojima will zu seinem Horrorspiel OD bewusst deutlich weniger zeigen als bei früheren Projekten. Die lange Funkstille bedeutet laut Kojima nicht, dass die Entwicklung pausiert hätte. Statt einer Reihe kryptischer Trailer möchte er möglichst wenig von der Erfahrung vorab erklären und das Spiel erst veröffentlichen, wenn es bereit ist.

Das ist für Fans vor allem deshalb wichtig, weil OD seit seiner Ankündigung und dem späteren „Knock“-Teaser kaum greifbarer geworden ist. Einen Veröffentlichungstermin hat Kojima weiterhin nicht genannt. Bestätigt ist aber, dass die Arbeiten parallel zu laufenden Aufnahmen weitergehen und das Projekt nicht auf Eis liegt.

Weniger Werbung soll den Horror schützen

Kojima beschreibt OD als Spiel, das eine neue Form von Angst ausloten soll. Sein Plan, Details zurückzuhalten, passt dazu: Horror lebt oft davon, dass Spieler nicht genau wissen, was sie erwartet. Wenn Trailer bereits jede Figur, jeden Ort und jede überraschende Idee erklären, bleibt vom Unbekannten schnell wenig übrig.

Das heißt nicht automatisch, dass OD ohne weitere Präsentation veröffentlicht wird. Kojima sagt lediglich, dass er diesmal nicht die übliche lange Folge aus Bildern, Teasern und kleinen Hinweisen anstrebt. Für Spieler kann das ungewohnt sein, gerade weil frühere Kojima-Projekte häufig lange vor dem Release intensiv begleitet wurden.

Die Zurückhaltung hat aber auch eine klare Grenze. Solange kein Termin genannt wird, bleibt offen, wie weit die Entwicklung wirklich fortgeschritten ist und wann Fans mit dem nächsten größeren Einblick rechnen können. Sicher ist nur: Kojima will die Neugier offenbar nicht mit vielen Erklärungen stillen, sondern sie als Teil des Horrors bewahren.

Die Aufnahmen laufen wieder

Ein Grund für den langen Abstand zwischen den Neuigkeiten liegt in den verschobenen Dreharbeiten. Der SAG-AFTRA-Streik in Hollywood zwang das Team laut Kojima dazu, seinen Zeitplan umzubauen. Damit die Entwicklung nicht komplett stehen blieb, arbeitete das Studio zunächst mit Platzhaltern für eine vorläufige Version.

Seit Juni finden in den USA wieder Motion-Capture- und Performance-Capture-Aufnahmen statt. Diese sollen bis zum Jahresende weiterlaufen. Nachsynchronisationen können sich laut Kojima noch bis ins folgende Jahr ziehen und werden vor allem in Los Angeles und New York erledigt. Gleichzeitig wird am Spiel selbst weiterentwickelt.

Das erklärt, warum ein schneller Release derzeit nicht bestätigt ist. Die Aufnahmen sind ein wichtiger Teil der Produktion, aber sie sind nicht automatisch der letzte Schritt vor der Veröffentlichung. Kojimas Aussage macht vor allem klar, dass OD trotz der Verschiebungen weiter Form annimmt.

Ein Cast mit einer offenen Rolle

Zu den bekannten Hauptdarstellern gehören Sophia Lillis und Hunter Schafer. Lillis kam nach einer Empfehlung von Jordan Peele zum Projekt, der gemeinsam mit Kojima an OD arbeitet. Kojima hebt besonders hervor, wie stark sie sich vor der Kamera verändern könne. Schafer wiederum ist über Norman Reedus mit Kojima in Kontakt gekommen und war laut Kojima schon lange Fan seiner Arbeit.

Komplizierter ist die Situation bei Udo Kier. Der inzwischen verstorbene Schauspieler war neben Lillis und Schafer als eine der drei zentralen Figuren vorgesehen. Die Verbindung entstand über Guillermo del Toro, und Kier hatte sich laut Kojima sehr auf OD gefreut.

Es gibt bereits aufgezeichnetes Material mit Kier. Ob es im fertigen Spiel verwendet werden kann oder ob seine Rolle neu besetzt werden muss, hat Kojima aber nicht verraten. Gerade diese Entscheidung dürfte für die Produktion noch wichtig sein. Bis dahin bleibt OD ein Spiel, über das bewusst wenig bekannt ist, dessen Entwicklung aber weiterläuft. Erscheinen soll es für Xbox Series X/S und PC; eine Version für PlayStation 5 ist bisher nicht bestätigt.

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