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PC-Gaming in Japan wächst stark: Online-Hits führen

Von Alex 2 Min. Lesezeit

PC-Spiele wachsen in Japan gerade schnell. Besonders internationale Online-Hits sind auf Steam stark vertreten.

Der PC wird in Japan deutlich wichtiger. Nach vorläufigen Zahlen der Computer Entertainment Supplier’s Association ist der Umsatz mit PC-Spielen dort von rund 132,1 Milliarden Yen im Jahr 2021 auf mehr als 300 Milliarden Yen im Jahr 2025 gestiegen. Damit hat sich der Markt in vier Jahren mehr als verdoppelt.

Das ist besonders spannend, weil Japan lange stark von Konsolen und Mobile Games geprägt war. Mobile bleibt mit 71 Prozent Umsatzanteil zwar klar vorne. Der PC-Anteil hat sich aber von sechs auf zwölf Prozent verdoppelt. Der vollständige Bericht soll erst im Dezember erscheinen, die aktuellen Zahlen sind also noch nicht das letzte Wort.

Internationale Online-Spiele liegen vorn

Der wachsende PC-Markt sieht auch bei den beliebtesten Spielen anders aus als der Konsolenmarkt. Auf Steam gehören in Japan laut den Daten Counter-Strike 2, PUBG: Battlegrounds und Apex Legends zu den umsatzstärksten Titeln. Auch ARC Raiders und Call of Duty stehen weit oben.

Das sind vor allem Spiele, die lange gespielt werden können und große Communitys haben. Für Fans von Multiplayer-Shootern ist das keine riesige Überraschung. Trotzdem zeigt die Liste deutlich, dass sich der PC-Markt in Japan stärker an weltweiten Trends orientiert, statt nur von heimischen Marken zu leben.

Von den zwölf umsatzstärksten PC-Spielen stammt mit Monster Hunter Wilds nur ein Titel von einem japanischen Entwickler. Das heißt nicht, dass japanische Spiele auf dem PC keine Rolle spielen. Es zeigt aber, wie stark internationale Online-Hits gerade sind.

Umsatz und Spielzeit erzählen nicht dieselbe Geschichte

Bei der reinen Spielzeit sieht die Rangfolge anders aus. Dort führt Left 4 Dead 2 vor Terraria. Auch DOTA 2 und Stardew Valley tauchen in der Liste auf.

Das ist wichtig, weil Umsatz nicht automatisch bedeutet, dass ein Spiel am längsten gespielt wird. Kostenlose Online-Spiele können viel Geld einnehmen, während ältere oder günstigere Titel über Jahre hinweg gespielt werden. Gerade Terraria und Stardew Valley passen zu diesem Muster: Sie bieten Spielern lange Gründe, immer wieder zurückzukommen.

Streaming könnte den PC weiter anschieben

Als ein Grund für den Wandel gilt die größere Streaming-Kultur. Plattformen wie Twitch und YouTube machen Spiele sichtbar, die regelmäßig neue Runden, Matches oder Inhalte liefern. Dazu zählen Shooter, aber auch Titel wie Minecraft.

Für Entwickler wird der PC dadurch ebenfalls interessanter. Japanische Studios veröffentlichen inzwischen häufiger PC-Versionen als früher, während große internationale Spiele längst gleichzeitig um dieses Publikum kämpfen. Die neuen Zahlen zeigen deshalb nicht, dass Konsolen in Japan plötzlich unwichtig werden. Sie zeigen eher, dass der PC dort nicht mehr nur nebenherläuft.

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