Schwarzer Lenovo Legion Gaming-PC mit transparentem Seitenpanel, RGB-Beleuchtung, Lüftern und sichtbarer GeForce-RTX-Grafikkarte.
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PC-Markt fällt stark: Warum PCs nicht sofort billiger werden

Von Alex 2 Min. Lesezeit

PC-Auslieferungen sind stark gefallen. Für neue Rechner heißt das aber nicht automatisch: bald deutlich günstigere Preise.

Der weltweite PC-Markt ist im dritten Quartal 2026 deutlich geschrumpft. Nach vorläufigen Zahlen von IDC wurden von Juli bis September 62,7 Millionen PCs ausgeliefert. Ein Jahr zuvor waren es noch 78,5 Millionen. Das ist ein Minus von 20,1 Prozent.

Für Leute, die gerade über einen neuen Rechner nachdenken, klingt das erst mal nach sinkenden Preisen. Genau das ist aber nicht sicher. IDC rechnet zwar mit möglichen Rabatten, erwartet insgesamt jedoch kein Preisniveau wie vor einem Jahr.

Händler haben schon früh viel Ware gekauft

Der starke Rückgang hat laut IDC vor allem mit dem ersten Halbjahr zu tun. Hersteller und Händler hatten ihre Lager früh gefüllt, weil sie steigende Preise befürchteten. Gründe dafür waren unter anderem teurerer Speicher, Lieferprobleme und eine schwierige Logistik.

Dadurch lief das dritte Quartal anders als sonst. Normalerweise werden in diesem Zeitraum mehr PCs ausgeliefert als im zweiten Quartal. Diesmal mussten Händler erst einmal Geräte verkaufen, die schon auf Lager lagen. Gegenüber dem vorherigen Quartal fielen die Auslieferungen um 9,1 Prozent. Bereits im zweiten Quartal waren sie um 3,8 Prozent gesunken.

Wichtig ist dabei: Die IDC-Zahlen zählen Desktop-PCs, Notebooks und Workstations. Tablets und x86-Server gehören nicht dazu. Sie sagen also etwas über den gesamten klassischen PC-Markt aus, nicht nur über Gaming-Rechner oder einzelne Bauteile.

Große Hersteller trifft es unterschiedlich stark

Lenovo blieb im Quartal mit 14,9 Millionen ausgelieferten Geräten Marktführer, verlor aber 22,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. HP traf es mit minus 30,9 Prozent noch härter, Dell lag bei minus 25 Prozent.

Apple und ASUS verloren ebenfalls Auslieferungen, aber deutlich weniger. Apple kam auf ein Minus von 11,3 Prozent, ASUS auf 8,6 Prozent. ASUS war damit der einzige Hersteller unter den fünf größten, dessen Rückgang einstellig blieb.

Dass Lenovo, HP und Dell stärker zurückfielen als der Gesamtmarkt, verschiebt auch die Marktanteile. Zusammen verloren die drei größten Anbieter 4,2 Prozentpunkte.

Rabatte sind möglich, günstige PCs aber nicht sicher

IDC hält Aktionen für denkbar, falls Händler ihre Bestände schneller loswerden wollen. Wer nicht sofort kaufen muss, könnte deshalb in den nächsten Monaten einzelne Angebote sehen. Das heißt aber nicht, dass alle PCs billiger werden.

Die Marktforscher gehen davon aus, dass das höhere Preisniveau bleibt. Wenn die wirtschaftliche Lage weiter schwächer wird, könnte auch die Nachfrage bis 2027 sinken. Für Käufer ist das eine komische Lage: Es kann gute Einzelangebote geben, aber ein allgemeiner Preisrutsch ist nach diesen Zahlen nicht zu erwarten.

Die vollständigen vorläufigen Marktdaten stellt IDC in seiner Übersicht zum dritten Quartal 2026 bereit.

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