Ein Charakter aus Phantom Blade Zero mit goldener Maske und dunklem Haar vor einem verschwommenen, feurigen Hintergrund.
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Phantom Blade Zero: S-Game erklärt den Sprung zum großen 3D-Spiel

Von Sven 2 Min. Lesezeit

Phantom Blade Zero ist S-Games erstes großes 3D-Spiel. Das Studio setzte dabei laut seinem Chef auch auf junge Entwickler mit wenig Erfahrung.

S-Game wagt mit Phantom Blade Zero seinen bisher größten Schritt: Das Kung-Fu-Action-RPG soll am 28. Oktober 2026 für PS5 und PC erscheinen und ist das erste große 3D-Projekt des Studios. Für die Entwicklung nutzt das Team die Unreal Engine 5.

Studiochef und Serienschöpfer Soulframe beschreibt den Wechsel als schwierig. Nach seinen Angaben musste S-Game viele Abläufe neu aufbauen, weil es zu Beginn offenbar nur wenige Entwickler in China gab, die Erfahrung mit eigenen großen 3D-Produktionen hatten. Unterstützung erhielt das Studio demnach von chinesischen Firmen, die zuvor vor allem für westliche und japanische Teams gearbeitet hatten.

Junge Entwickler bekamen wichtige Aufgaben

Interessant ist vor allem, wie S-Game sein Team aufgebaut hat. Soulframe zufolge setzte das Studio auch auf sehr junge Entwickler ohne Erfahrung mit einem Projekt dieser Größe. Sie arbeiteten nicht nur an kleinen Nebenaufgaben: Verantwortlichkeiten für den Endboss und die Eröffnungssequenz lagen demnach bei Leuten, die direkt von der Schule kamen.

Das ist für ein Spiel mit großem Budget ein mutiger Weg. Gerade der Einstieg und ein Endkampf prägen stark, wie sich ein Actionspiel anfühlt. Ob dieser Ansatz im fertigen Spiel aufgeht, lässt sich vor dem Release natürlich nicht beurteilen. Er zeigt aber, dass S-Game den Wechsel zur großen Produktion nicht einfach mit einem eingespielten AAA-Team gelöst hat.

Großes Spiel, aber weiter mit Indie-Haltung

Obwohl Phantom Blade Zero laut Soulframe kein kleines Projekt ist, nennt er es im Kern weiterhin ein Indie-Spiel. Gemeint ist nicht die Größe des Budgets, sondern die Arbeitsweise: Das Team wolle neue Herausforderungen suchen und sich nicht zu stark an bekannte Grenzen halten.

Diese Haltung passt auch zur Geschichte der Reihe. Die Welt von Phantom Blade entstand laut Soulframe bereits während seiner Studienzeit. 2010 erschien mit Rainblood: Town of Death ein früher Ableger, der mit dem RPG Maker entwickelt wurde. Soulframe sagt, dass er Welt und Hintergrund der Reihe über viele Jahre weiter ausgebaut habe.

Für Fans ist das vor allem deshalb spannend, weil Phantom Blade Zero nicht nur ein neuer Teil sein soll, sondern der bisher größte Test für diese lange gewachsene Spielwelt. S-Game verbindet hier eine frühere, kleinere Herkunft mit einem deutlich größeren technischen Anspruch. Am Release wird sich zeigen, wie gut dieser Sprung vom kleinen Rollenspielprojekt zum 3D-Action-RPG funktioniert.

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