Phantom Blade Zero soll am 29. Oktober 2026 für PC und PS5 erscheinen. Kurz vor dem Release hat Director Soulframe Liang erklärt, worauf S-Game bei seiner Geschichte besonders achtet: Das chinesische Umfeld soll dem Spiel seinen eigenen Charakter geben, aber niemanden ausschließen, der mit Mythologie und Kultur des Landes nicht vertraut ist.
Der Plan des Teams ist also nicht, diese Einflüsse zu verstecken. Stattdessen soll die Handlung zuerst über Dinge funktionieren, die auch ohne Vorwissen leicht zu verstehen sind. Liang nennt dabei Rache, Verrat und Kampfgefährten als wichtige Themen. Für Spieler ist das eine interessante Ansage, weil sich Phantom Blade Zero offenbar nicht nur auf bekannte kulturelle Bilder verlassen will, um seine Welt spannend zu machen.
Die Geschichte soll den Einstieg leichter machen
Laut Liang möchte S-Game eine Welt schaffen, in die man direkt eintauchen kann. Wer die chinesischen Vorlagen kennt, könnte zusätzliche Details entdecken. Wer sie nicht kennt, soll trotzdem verstehen, warum Figuren handeln und worum es im Konflikt geht.
Als Beispiel nannte der Director Black Myth: Wukong. Das Spiel baut stark auf kulturellem Hintergrundwissen auf. Dadurch können Spielern außerhalb Chinas Teile der Bedeutungen entgehen, die für andere sofort klar sind. S-Game will bei Phantom Blade Zero einen anderen Weg wählen.
Dabei habe sich das Team nicht nur an chinesischer Kultur orientiert. Auch Hollywood-Filme und Anime hätten die Entwickler geprägt. Entscheidend ist für Liang, dass Geschichten über Gefühle und Beziehungen Ländergrenzen überwinden können. Das klingt erstmal einfach, kann für ein Action-Rollenspiel aber wichtig sein: Eine fremde Welt wirkt viel leichter verständlich, wenn ihre Figuren klare Gründe für ihre Entscheidungen haben.
Kultur bleibt wichtig, soll aber nicht alles erklären müssen
S-Game will die chinesischen Elemente nach Liangs Worten als geistigen Kern des Spiels behalten. Er schätzt, dass nur etwa fünf Prozent von Welt und Handlung auf tieferem kulturellem Wissen beruhen. Der größere Teil soll über allgemein verständliche Erfahrungen funktionieren.
Diese Zahl sollte man nicht als genaue Inhaltsaufteilung lesen. Sie zeigt eher, was dem Studio wichtig ist: Die Kultur ist nicht bloß Deko, aber sie soll die Geschichte auch nicht unnötig kompliziert machen. Ob diese Balance im fertigen Spiel wirklich aufgeht, wird man erst nach dem Release sehen. Die Aussage macht aber klar, dass S-Game bewusst an einen internationalen Einstieg denkt.
Die Standardausgabe kostet im PlayStation Store 69,99 Euro. Eine digitale Deluxe Edition für 79,99 Euro enthält ein digitales Artbook, den Soundtrack und exklusive Skins. Eine Handelsversion ist zunächst nicht geplant. Wer auf PS5 kaufen möchte, findet die Standard Edition im PlayStation Store.