Für Physint ist nach dem Wechsel zu Microsoft noch vieles offen. Hideo Kojima sagt selbst, dass er weder eine PlayStation-Version bestätigen kann noch sich bereits für eine Engine entschieden hat. Sicher ist nur: Die Entwicklung des ursprünglich als PlayStation-Exklusivtitel angekündigten Spionageprojekts geht weiter, obwohl Sony die Finanzierung beendet hat.
Kojima zufolge erfuhr sein Studio im Juni 2026 in einem Videoanruf, dass PlayStation das Projekt nicht weiter finanzieren werde. Einen konkreten Grund habe Sony nicht genannt. Kojima Productions suchte danach einen neuen Partner und arbeitet nun mit Microsoft zusammen.
Eine PlayStation-Fassung ist nicht ausgeschlossen, aber auch nicht bestätigt
Viele Fans dürften vor allem wissen wollen, ob Physint trotzdem noch auf einer PlayStation-Konsole erscheinen kann. Kojima hat darauf keine klare Antwort. Er verweist darauf, dass diese Entscheidung bei Xbox liege.
Er hält einen Release auf mehreren Plattformen aber nicht für unmöglich. Der Grund ist einfach: Microsoft hat in der Vergangenheit bereits Spiele für weitere Systeme veröffentlicht und spricht häufig davon, möglichst viele Spieler erreichen zu wollen. Daraus folgt für Physint noch keine Zusage. Im Moment gibt es weder eine bestätigte Xbox-Exklusivität noch eine angekündigte PlayStation-Version.
Für Spieler heißt das: Wer auf eine bestimmte Plattform wartet, muss weiter Geduld haben. Eine Ankündigung dazu soll erst später kommen.
Auch die Technik ist noch eine Baustelle
Offen ist außerdem, womit Physint technisch gebaut wird. Nach den beiden Death Stranding-Spielen lag die Decima Engine als Möglichkeit nahe. Sie stammt jedoch von Guerrilla Games, einem PlayStation-Studio. Kojima hat nun erklärt, dass er sich noch nicht festgelegt habe und weiter experimentiere.
Microsoft habe Kojima Productions technische Unterstützung zugesagt. Kojima möchte diese Möglichkeiten offenbar erst prüfen, bevor das Team eine Entscheidung trifft. Das passt auch zum Entwicklungsstand: Physint befindet sich laut Kojima noch in der Konzeptphase.
Der Wechsel des Partners beendet das Projekt also nicht, verschiebt aber wichtige Antworten nach hinten. Plattform, Engine und ein Veröffentlichungstermin sind weiterhin nicht bekannt. Gerade weil Physint noch so früh entsteht, dürfte es dauern, bis Spieler sehen, wie das neue Spionageprojekt am Ende aussieht.