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PIF prüft offenbar Fusion von EA und Savvy Games Group

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

EA könnte mit Savvy Games Group zusammengelegt werden. Damit stünden EA Sports FC, Die Sims, Battlefield und Pokémon GO näher beieinander.

Electronic Arts könnte nach der abgeschlossenen Übernahme durch den saudischen Staatsfonds PIF schon vor dem nächsten großen Umbau stehen. Laut einem Bericht von Bloomberg wird geprüft, EA mit der zum Fonds gehörenden Savvy Games Group zusammenzuführen. Beschlossen ist das offenbar noch nicht.

Für Spieler wäre das vor allem deshalb wichtig, weil es nicht nur um einen weiteren Anteilskauf geht. Eine Fusion würde mehrere bekannte Marken und Firmen unter einem enger geführten Konzern bündeln. EA mit Reihen wie EA Sports FC, Die Sims und Battlefield träfe dabei auf Savvy, zu der über Scopely auch Pokémon GO gehört.

Aus Beteiligungen könnte ein großer Spielekonzern werden

Der PIF hat in den vergangenen Jahren bereits an vielen Stellen der Spielebranche investiert. Dazu zählen laut den vorliegenden Angaben Beteiligungen an Nintendo, Capcom und Take-Two. EA ist allerdings ein anderer Fall: Der Publisher wurde vom Fonds und weiteren Investoren vollständig übernommen.

Eine Verbindung mit Savvy würde diesen Schritt noch größer machen. Statt einzelne Firmen oder Anteile nebeneinander zu halten, könnte der Fonds seine Spieleunternehmen stärker zusammenführen. Genau darauf zielen die internen Überlegungen laut dem Bericht ab. Die verschiedenen Beteiligungen sollen offenbar besser aufeinander abgestimmt werden.

Das muss nicht automatisch bedeuten, dass sich einzelne Spiele sofort verändern. Es gibt bislang keine bestätigten Angaben zu neuen Projekten, Studioschließungen, Plattformplänen oder Änderungen bei bestehenden Reihen. Trotzdem wäre die Konzernstruktur künftig eine andere. Entscheidungen über bekannte EA-Marken könnten dann näher an einem größeren Verbund liegen, in dem auch ein besonders großes Mobile-Spiel vertreten ist.

Warum Pokémon GO in dieser Nachricht eine Rolle spielt

Savvy Games Group ist nicht einfach ein weiterer Name im Hintergrund. Über die Tochter Scopely gehören die Rechte an Pokémon GO zum Konzern, nachdem Scopely den Entwickler Niantic übernommen hatte. Damit würde ein möglicher Zusammenschluss zwei sehr unterschiedliche Teile des Markts verbinden: große Reihen für Konsole und PC auf der einen Seite, ein Mobile-Spiel mit riesiger Bekanntheit auf der anderen.

Gerade deshalb geht es bei der Meldung nicht nur um ein neues Firmenlogo oder eine komplizierte Eigentümerstruktur. EA besitzt Marken, die oft über viele Jahre weiterlaufen und regelmäßig neue Spiele, Erweiterungen oder Saisoninhalte bekommen. Pokémon GO funktioniert als dauerhaft gepflegtes Mobile-Spiel. Wenn beide Bereiche in einem gemeinsamen Konzern landen, wäre es nachvollziehbar, dass der PIF seine Gaming-Aktivitäten stärker selbst steuern will.

Ob daraus später gemeinsame Strategien für Vermarktung, Technik oder die Verteilung von Teams entstehen, ist offen. Solche Folgen wurden nicht bestätigt. Für Fans von Battlefield, Die Sims oder EA Sports FC gibt es deshalb aktuell keinen Grund, konkrete Änderungen bei ihren Spielen zu erwarten.

Die Unruhe bei EA bleibt ein wichtiger Punkt

Die Meldung fällt in eine ohnehin schwierige Zeit innerhalb von EA. Nach der Übernahme zeigten sich Beschäftigte laut den vorliegenden Informationen besorgt. Einige fürchten um ihre Arbeitsplätze, außerdem wird von einer angespannten Stimmung im Unternehmen berichtet.

Eine weitere mögliche Umstrukturierung dürfte diese Sorgen kaum kleiner machen. Fusionen werden oft damit verbunden, dass Abteilungen und Aufgaben neu sortiert werden. Ob das hier passieren würde, ist aber nicht bekannt. Der geplante Zusammenschluss befindet sich nach aktuellem Stand noch in der Prüfphase, und eine endgültige Entscheidung ist nicht gefallen.

Zusätzlich dürfte die Debatte um den politischen Einfluss des PIF weitergehen. Der Fonds würde mit einer Fusion nicht nur investieren, sondern seine Firmen stärker zusammenführen und damit direkter führen. Kritiker verbinden das bereits mit Fragen zu Menschenrechten und möglichem Einfluss auf kreative Entscheidungen. Fest steht bisher nur: Die Prüfung zeigt, dass der PIF nach der EA-Übernahme offenbar nicht bei einer bloßen Beteiligung stehen bleiben will.

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