Mehrere PlayStation-4-Spiele-Discs mit Altersfreigaben und PlayStation-Logo liegen teilweise übereinander.
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PS5-Umfrage wird zum Protest gegen Sonys Disc-Aus

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Fans nutzen Sonys PS5-Umfrage für Kritik am Disc-Aus. Der Fragebogen selbst fragt nicht direkt danach.

Sonys neue PS5-Umfrage wird gerade für Kritik am geplanten Ende physischer Spiele-Discs genutzt. Das Thema steht im Fragebogen selbst nicht im Mittelpunkt. Trotzdem schreiben viele Fans ihre Meinung in die offenen Antwortfelder.

Sony hatte Anfang Juli angekündigt, ab Januar 2028 keine Discs für neue PlayStation-Spiele mehr zu produzieren. Seitdem gibt es viel Ärger. Besonders der Gebrauchtmarkt und die Frage, was Spielern ohne digitales Vertrauen bleibt, beschäftigen viele Leute.

Die Umfrage fragt viel, aber nicht nach Discs

Der Fragebogen richtet sich weltweit an volljährige Nutzer. Er fragt etwa nach dem DualSense-Controller, Ladezeiten, der Lautstärke der Konsole und der Benutzeroberfläche. Auch PS Plus, Exklusivspiele und andere Plattformen kommen vor.

Zum Disc-Aus gibt es keine direkte Frage. Genau das nervt viele Fans offenbar zusätzlich. In Foren und sozialen Netzwerken rufen sie deshalb dazu auf, freie Textfelder für ihren Protest zu nutzen.

Dabei geht es nicht nur um kurze Beschwerden. Einige Antworten machen sich auch über das fehlende Laufwerk lustig. Ein viel geteilter Beitrag stellt eine „Meinungs-Disc“ in den Mittelpunkt. Die Idee dahinter ist klar: Ohne Laufwerk sei selbst die Antwort nicht erreichbar.

Wer teilnehmen darf und Sony direkt Feedback geben möchte, findet den offiziellen PS5-Fragebogen online.

Viel Sichtbarkeit, aber keine Zusage

Die Aktion sorgt für Aufmerksamkeit. Sie bedeutet aber nicht automatisch, dass Sony seine Pläne ändert. Der Fragebogen sammelt vor allem allgemeine Rückmeldungen zur PS5. Wie viele Antworten sich tatsächlich auf die Discs beziehen, ist nicht bekannt.

Zusätzlich wurde kürzlich über eine große Befragung von Spieleentwicklern berichtet. Auch dort soll das Ende physischer Datenträger nicht direkt angesprochen worden sein. Deshalb bleibt offen, ob Sony damit indirekt etwas über den digitalen Vertrieb erfahren wollte. Das ist bislang nur eine Vermutung.

Klar ist dagegen: Sony kennt den Widerstand. Finanzchefin Lin Tao sagte im Juli, man wisse von den starken Reaktionen. Den Wechsel zum rein digitalen Vertrieb wolle das Unternehmen trotzdem entschlossen und umsichtig weiterführen.

Für Fans bleibt die Umfrage damit vor allem ein Ort, an dem sie ihren Ärger sichtbar machen können. Eine konkrete Änderung am Termin 2028 hat Sony nicht angekündigt.

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