Die Preise der neuen Steam Machine haben eine größere Frage ausgelöst: Könnten PS6 und die nächste Xbox wirklich über 1.000 Dollar kosten? Ganz sicher ist das nicht. Aber mehrere Branchenanalysten halten höhere Preise bei der kommenden Konsolengeneration für ziemlich realistisch.
Der Auslöser ist Valve. Die Steam Machine soll je nach Modell oder Bundle zwischen 1.039 Euro und 1.428 Euro liegen. Valve verweist dabei auf knappe und teure Speicherkomponenten. Genau dieser Punkt ist auch für Sony und Microsoft wichtig, weil Konsolen ebenfalls von solchen Bauteilen abhängig sind.
Für dich heißt das erst mal: Es gibt noch keinen bestätigten Preis für PS6 oder die nächste Xbox. Die Diskussion zeigt aber, dass die nächste Generation nicht automatisch wieder in einem Preisbereich landen muss, den viele von früher kennen.
Warum 1.000 Dollar überhaupt im Raum stehen
Analyst Joost van Dreunen sieht die Lage eher hart. Aus seiner Sicht könnte die aktuelle Krise bei Speicherkomponenten sogar dazu führen, dass die nächste Konsolengeneration erst 2028 erscheint. Wenn sie kommt, hält er Einstiegspreise über 1.000 Dollar für möglich.
Sein Argument: Hersteller wichtiger Komponenten verkaufen stärker an große Betreiber von Rechenzentren, weil diese höhere Preise zahlen können. Spieler und normale Kunden stehen dadurch nicht mehr so weit oben auf der Liste. Das kann Konsolen teurer machen, selbst wenn Sony und Microsoft das eigentlich vermeiden wollen.
Auch Mat Piscatella von Circana schließt Preise über 1.000 Dollar nicht aus. Er sagt aber nicht, dass sie sicher kommen. Die Lage bei Komponenten sei aktuell zu unklar, um daraus schon einen festen Konsolenpreis abzuleiten.
Warum PS6 und Xbox trotzdem billiger bleiben könnten
Piers Harding-Rolls von Ampere Analysis sieht ebenfalls höhere Preise kommen, erwartet aber nicht automatisch Luxuspreise. Konsolenhersteller haben mehrere Möglichkeiten, Hardwarekosten abzufangen.
Ein wichtiger Punkt ist die Größe. Sony kauft Komponenten in viel größeren Mengen als Valve für die Steam Machine. Dadurch kann Sony bessere Konditionen bekommen. Das muss nicht bedeuten, dass die PS6 günstig wird. Es macht aber einen Unterschied, ob ein Gerät eher Nische ist oder als große Konsole geplant wird.
Harding-Rolls geht außerdem davon aus, dass Sony und Microsoft auf bessere Verfügbarkeit und stabilere Preise hoffen werden, je näher der Start der neuen Geräte rückt. Laut seiner Einschätzung könnte das wahrscheinlich erst gegen Ende 2028 wirklich helfen.
Die 999-Dollar-Marke ist mehr als nur eine Zahl
Emmanuel Rosier von Newzoo erwartet, dass Sony und Microsoft bei den Basismodellen sehr genau auf die Marke von 999 Dollar schauen. Er hält es für wahrscheinlich, dass diese Modelle darunter bleiben, vor allem wegen der Wirkung auf Käufer und Marketing.
Das klingt logisch. Eine Konsole für 999 Dollar wirkt schon teuer. Eine Konsole mit vierstelliger Zahl vorne dran fühlt sich für viele direkt nach einer anderen Liga an.
Bei stärkeren Premium-Modellen könnte es aber anders aussehen. Wenn Speicher und andere Bauteile teuer bleiben, hätten Sony und Microsoft weniger Kontrolle über die Kosten. Für Project Helix wurde bereits gesagt, dass Speicherpreise Preis und Verfügbarkeit beeinflussen werden.
Spannend ist auch der Gedanke an Leih- oder Monatsmodelle. Rosier sieht solche Angebote als möglichen Weg, wenn Hardwarepreise weiter steigen. Dann zahlen Spieler nicht sofort den vollen Betrag, sondern einen festen monatlichen Preis. Ob das wirklich der bessere Deal wäre, ist damit aber noch nicht gesagt.
Was du jetzt daraus mitnehmen solltest
Ein Preis über 1.000 Dollar für PS6 oder die nächste Xbox ist keine bestätigte Sache. Die Steam Machine zeigt aber, wie schnell moderne Hardware teuer werden kann, wenn wichtige Bauteile knapp sind.
Am wahrscheinlichsten klingt im Moment: Die nächste Konsolengeneration wird teurer als viele hoffen. Ob die Basismodelle wirklich über 1.000 Dollar rutschen, hängt stark davon ab, wie sich die Komponentenpreise bis zum Launch entwickeln und wie viel Sony und Microsoft selbst abfedern wollen.