Nachdenklicher Mann mit Bartstoppeln, zerzaustem Haar, Strickpullover und Jacke in einem sterilen Gebäude.
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Resident Evil: Cregger streicht Witze für mehr Horror

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Zach Cregger hat nach Testvorführungen viele Witze aus Resident Evil entfernt. Der Film soll dadurch stärker auf Horror und Spannung setzen.

Zach Cregger hat die Fassung seines kommenden Resident Evil-Films nach Testvorführungen deutlich verändert: Nach seiner Aussage waren vielen Zuschauern zu viele Witze im Film. Deshalb strich der Regisseur während der weiteren Testphase möglichst viele Humoreinlagen.

Das ist mehr als eine kleine Schnittkorrektur. Bei Resident Evil entscheidet der Ton stark darüber, ob Gefahr und Anspannung überhaupt wirken. Ein lockerer Spruch kann eine Szene kurz aufatmen lassen. Kommt das zu oft vor, verliert ein Survival-Horror-Film aber genau die Unruhe, die er aufbauen will.

Warum das Feedback für den Film wichtig war

Cregger erklärte, das Publikum habe das Grundkonzept, die Inszenierung und den Spannungsaufbau der ersten Fassung grundsätzlich gemocht. Der Kritikpunkt richtete sich also nicht gegen die ganze Idee des Films, sondern gegen die Menge der Witze.

Das ist ein ziemlich konkretes Signal. Offenbar funktionierte die Richtung des Films bereits, doch der Humor stand ihr teilweise im Weg. Cregger zog daraus eine klare Konsequenz und entfernte nach eigenen Worten so viele Witze wie möglich. Für ihn war das keine widerwillige Kürzung: Er sagte später, dass ihm die überarbeitete Version selbst besser gefalle und er keinen gestrichenen Witz vermisse.

Gerade bei einem Stoff wie Resident Evil klingt das sinnvoll. Die Reihe steht im Briefing vor allem für Survival-Horror-Atmosphäre. Wenn ein Film Spannung aufbaut, sollte ein komischer Moment deshalb eher gezielt sitzen, statt ständig zu unterbrechen. Ein wenig Humor kann die Anspannung sogar verstärken, weil der Wechsel danach wieder härter wirkt. Zu viele Gags können dagegen dazu führen, dass eine bedrohliche Szene nicht lange genug hängen bleibt.

Weniger Witze heißt nicht automatisch humorlos

Wichtig ist: Cregger sagt nicht, dass sein Film jetzt komplett ohne Humor auskommt. Seine Aussage, ein kleiner Anteil Humor könne in einem Horrorfilm schon viel bewirken, deutet eher auf eine andere Gewichtung hin. Der Film soll wohl nicht dauernd zwischen Schrecken und Comedy springen, sondern seine lustigen Momente seltener einsetzen.

Für Fans ist das vor allem deshalb interessant, weil Cregger laut Briefing für unvorhersehbare Wendungen, eine bedrückende Stimmung und den Einsatz von Humor bekannt ist. Seine Comedy-Vergangenheit war offenbar auch beim ersten Schnitt noch spürbar. Die Testvorführungen haben ihm dann gezeigt, dass diese Mischung bei Resident Evil anders dosiert werden muss.

Das macht die Überarbeitung nicht automatisch zu einem Qualitätsbeweis. Testpublikum kann Hinweise geben, aber es ersetzt nicht die Reaktion nach dem Kinostart. Trotzdem ist es ein gutes Zeichen, dass der Regisseur das Feedback nicht nur gesammelt, sondern sichtbar in die Fassung eingebaut hat. Er beschreibt die neue Version schließlich selbst als die bessere.

Die Erwartungen sind schon hoch

Der Kinostart in Deutschland ist für den 17. September 2026 angekündigt. Vorherige Reaktionen auf die ersten 30 Minuten des Films fielen laut Briefing bereits sehr positiv aus. Zusätzlich gibt es erste Prognosen, nach denen Creggers Film den erfolgreichsten Kinostart der gesamten Resident Evil-Reihe schaffen könnte.

Das sind noch Erwartungen, keine bestätigten Ergebnisse. Ob der Film die Fans der Vorlage wirklich überzeugt, zeigt sich erst im Kino. Die neue Information verrät aber schon etwas Wichtiges über die Richtung: Cregger setzt offenbar lieber auf eine straffere Horror-Stimmung als auf viele schnelle Lacher. Für einen Film, der Spannung und Überlebensangst tragen soll, ist das wahrscheinlich die entscheidendere Wahl.

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