Eine Person mit Gewehr und Erste-Hilfe-Tasche geht durch eine verschneite, zerstörte Stadt mit brennenden Autowracks.
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Resident Evil: Warum der Filmstart Fans Hoffnung macht

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Die ersten 30 Minuten von Resident Evil wurden ausgewählten Zuschauerinnen und Zuschauern gezeigt. Gelobt wird vor allem, wie nah sich Bryans Kampf ums Überleben an Survival Horror anfühlen soll.

Die ersten gezeigten 30 Minuten von Zach Creggers Resident Evil kommen bei Presse und ausgewählten Fans in den USA offenbar sehr gut an. Besonders wichtig für Spielerinnen und Spieler: Die Rückmeldungen beschreiben den Film nicht bloß als Horror mit bekanntem Namen. Sie sehen darin eine Geschichte, die sich am Gefühl von Survival Horror orientiert.

Der Kinostart in Deutschland ist für den 17. September 2026 angekündigt. Bis dahin bleibt aber klar: Öffentlich beurteilt wurde bislang nur der Anfang. Das ist genug, um über die Richtung des Reboots zu sprechen, aber noch nicht genug für ein Urteil über den ganzen Film.

Ein Held, der nicht vorbereitet ist

Im Mittelpunkt der ersten Filmminuten steht Bryan, gespielt von Austin Abrams. Er arbeitet als Medizinkurier und gerät offenbar als gewöhnlicher, unvorbereiteter Mensch nach Raccoon City. Genau dieser Ansatz scheint für die positiven Reaktionen entscheidend zu sein.

Bryan soll mit wenig Munition auskommen und Gefahren eher ausweichen, als sie souverän zu besiegen. Das passt zu dem Teil von Resident Evil, den viele Spielefans mit den frühen Serienteilen verbinden: Man ist nicht mächtig, sondern muss vorsichtig bleiben. Jede Entscheidung kann unangenehm werden, wenn Ressourcen knapp sind und der nächste sichere Ort nicht klar ist.

Mehrere der frühen Stimmen erwähnen außerdem, dass die Kameraführung an die Spiele erinnern soll. Das muss nicht bedeuten, dass der Film bekannte Spielmomente einfach nachstellt. Spannender ist der Gedanke dahinter: Die Perspektive und Bryans Unsicherheit sollen offenbar dazu beitragen, dass Raccoon City nicht wie eine bloße Kulisse wirkt, sondern wie ein Ort, in dem man nur schwer den Überblick behält.

Horror darf hier auch seltsam sein

Die Reaktionen heben nicht nur Schockmomente hervor. Sie sprechen auch von düsterem, teils sehr schwarzem Humor und von einem zunehmend chaotischen Ton. Das passt zu Creggers angekündigter Handschrift offenbar besser als ein durchgehend ernster Monsterfilm.

Gerade diese Mischung könnte für die Adaption wichtig sein. Resident Evil kann bedrückend sein, hat in seiner langen Geschichte aber auch immer wieder absurde Situationen, seltsame Figuren und Momente, in denen das Grauen fast zu groß wird, um völlig nüchtern zu bleiben. Wenn der Humor die Gefahr nicht kleinmacht, kann er den Film sogar unangenehmer machen: Nach einem Lacher weiß man weniger, was als Nächstes kommt.

Die veröffentlichten Reaktionen sind dabei sehr begeistert. Das Horror-Magazin The Fear Review schrieb nach der Vorführung, der Beginn fühle sich wie ein Spiel an. Auch Journalist Christopher Gallardo betonte, die gezeigten Szenen würden die typische Survival-Horror-Erfahrung treffen. Solche Einschätzungen zeigen, was der Film bei diesem ersten Publikum ausgelöst hat. Sie ersetzen aber keine vollständige Kritik.

Die entscheidende Frage beginnt nach der Vorschau

Ein starker Einstieg ist bei Horrorfilmen viel wert. Er legt fest, ob die Hauptfigur verletzlich wirkt, ob die Umgebung bedrohlich bleibt und ob die Spannung überhaupt tragen kann. Genau diese Punkte scheinen Creggers Film in der ersten halben Stunde zu treffen.

Die größere Herausforderung kommt danach. Kann der Film Bryans Lage weiter zuspitzen, ohne nur dieselbe Art von Schockmoment zu wiederholen? Bleibt der Humor passend, wenn Raccoon City gefährlicher wird? Und schafft es die Geschichte, aus der anfänglichen Orientierungslosigkeit mehr zu machen als einen guten Auftakt?

Cregger selbst deutete an, dass es für Bryan nach diesen ersten Minuten nicht leichter wird. Das klingt nach einem Film, der seine Hauptfigur nicht schnell aus der Gefahr holen will. Ob daraus ein durchgehend starker Resident Evil-Film wird, zeigt sich erst ab dem Kinostart. Die bisherigen Szenen machen aber verständlich, warum Fans nun genauer hinschauen.

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