Die ersten Tests zu Resonance: A Plague Tale Legacy sind da, und sie zeichnen ein ziemlich klares Bild: Asobos Vorgeschichte zu Sophia hat starke Ideen, trifft mit ihrem neuen Kampfschwerpunkt aber nicht bei allen gleich gut. Nach 44 erfassten Besprechungen steht das Spiel derzeit bei einem Metascore von 79 Punkten.
Das ist ein ordentlicher Start, bleibt aber knapp unter den Durchschnittswertungen von A Plague Tale: Innocence und Requiem. Wichtiger als dieser Vergleich ist jedoch, worüber die Tests diskutieren: Resonance will nicht nur wieder ein Schleichabenteuer sein.
Sophia trägt die Geschichte, die Kämpfe spalten sich
Die Handlung spielt rund 15 Jahre vor dem ersten A Plague Tale. Sophia, bekannt aus Requiem, reist auf die Insel des Minotaurus und versucht, ihre Verbindung zur Prima Macula zu verstehen.
Viele Tests loben, dass die Geschichte die Seuchen-Elemente der Reihe mit griechischer Mythologie verbindet. Auch Sophia selbst kommt gut weg. Sie wird als zähe, erwachsene Figur mit Fehlern beschrieben, die genug mitbringt, um dieses Abenteuer zu tragen. Die Insel und ihre Schauplätze sollen dabei erneut sehr stark aussehen.
Der größte Unterschied zu den Vorgängern ist der direktere Nahkampf. Genau hier gehen die Meinungen auseinander. Einige Tests finden es gut, dass Sophia aktiver kämpft und das Spiel dadurch mehr Tempo bekommt. Andere kritisieren, dass die Gefechte nach einer Weile zu simpel wirken. Gegnerabläufe sollen sich wiederholen, und auch einzelne Bosskämpfe überzeugen offenbar nicht immer.
Das heißt nicht, dass der Richtungswechsel grundsätzlich misslingt. Eher zeigt sich: Wer vor allem die leisen Schleichpassagen der früheren Spiele mochte, sollte nicht automatisch dieselbe Art von Abenteuer erwarten.
Rätsel werden oft stärker bewertet als die Action
Besser kommt in vielen Besprechungen der Erkundungsteil an. Besonders die Physik- und Lichtbrechungsrätsel werden als abwechslungsreiche Unterbrechung zwischen den gefährlicheren Abschnitten genannt.
Das passt auch zu den unterschiedlichen Einzelwertungen. Einige Medien sehen ein sehr gelungenes, düsteres Abenteuer mit guter Geschichte, Rätseln und Erkundung. Andere stören sich stärker an den wiederkehrenden Kämpfen und daran, dass die zweite Spielhälfte emotional zu schwer aufträgt.
Dazu kommen vereinzelte technische Kritikpunkte. Genannt werden kleinere Einbrüche der Bildrate in größeren Gebieten, unruhige Texturen und plötzlich auftauchende Grafikdetails in Innenräumen. Sie sollen den insgesamt starken Look zwar nicht zerstören, aber man merkt sie wohl.
Was vor dem Start wichtig ist
Resonance: A Plague Tale Legacy erscheint am 27. August 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC. Es ist zum Release auch im Xbox Game Pass enthalten.
Die bisherigen Wertungen sind noch keine endgültige Antwort, weil weitere Tests den Durchschnitt verändern können. Für Fans ist aber schon erkennbar, worauf es hinausläuft: Die Geschichte um Sophia und die Rätsel scheinen die sichersten Stärken zu sein. Beim neuen Nahkampf hängt viel davon ab, wie viel Wiederholung man in Kauf nehmen möchte.